Redcore Linux 2401 bietet runderneuerten Paketmanager

Nach elf Monaten Entwicklungszeit liegt die auf Gentoo basierende Distribution Redcore Linux in einer neuen Version vor. Die bringt nicht nur den Unterbau auf den aktuellen Stand, sondern trumpft mit Änderungen am Paketmanager Sisyphus auf.

Der hat ein komplett neues Backend spendiert bekommen, das jetzt nicht nur vom Frontend entkoppelt ist, sondern auch eine schlankere API bietet. Bei Tippfehlern im Paketnamen schlägt Sisyphus passende Alternativen vor. Der Paketmanager lässt zudem Anwender nicht mehr im Stich, wenn zwei Pakete mit gleichen Namen aus unterschiedlichen Kategorien installiert werden sollen und wenn sich ein Paket aufgrund von Abhängigkeiten nicht löschen lässt. Abschließend tauschen Sisyphus und Portage Konfigurationsinformationen miteinander aus, was wiederum ein Durcheinander verhindert.

Als Grundlage der neuen Redcore-Version dient der Testing-Tree von Gentoo mit dem Stand vom 21.01.2024. Wie immer härtet das Redcore-Team das System gegen Angriffe. Der Linux-Kernel meldet sich in der Version 6.6.13, in den Repostories stehen zudem noch die Versionen 6.1 und 5.15 zur Wahl. Bei allen Exemplaren handelt es sich um Fassungen mit Long Term Support. In den Kerneln ist die Zugriffskontrolle Landlock LSM aktiv.

Pipewire ersetzt die zuvor genutzten Soundserver PulseAudio und Jack. Des Weiteren sind jetzt OpenSSL 3 und FFmpeg 6 an Bord. Alle Änderungen finden sich in den Release Notes.

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