Die Datenbank Firebird führt in ihrer neuen Version ein Backup und Restore, die Sweep-Funktion und die Indexerstellung in mehreren Threads aus. Des Weiteren spendierten die Entwickler einen PSQL- und QL-Profiler sowie weitere interessante Funktionen.
So lassen sich dank Partial Indices nur ausgewählte Tabellenzeilen indizieren, wie etwa lediglich alle Adressen aus München. Dies wiederum kann spätere Anfragen beschleunigen.
Ebenfalls neu ist die Klausel „SKIP LOCKED“ für die Statements „SELECT … WITH LOCK“, „UPDATE“ und „DELETE“. Firebird ignoriert dann alle Einträge, die gerade durch andere Transaktionen blockiert (beziehungsweise locked) sind. Das „MERGE“ Statement kennt zudem die Klausel „WHEN NOT MATCHED BY SOURCE“. Bezieht sich in DSQL ein DML Statement auf mehrere Zeilen, kann „RETURNING“ mehrere Zeilen zurückliefern.
Auch unter der Haube gab es einige Änderungen. So verwaltet die Engine einen Per-Attachement Cache von kompilierten SQL Statements. Mit anderen Worten hält Firebird häufig benutzte SQL Statements ausführungsbereit in einem Cache vor und kann sie so schneller abarbeiten.
Leicht verändert hat sich die Art, wie Firebird die Datenbanken speichert. Diese On-Disk Structure (ODS) führt in ihrer Version 13.1 vor allem kleine Ergänzungen bei den Systemtabellen ein. Darüber hinaus kommt eine RLE-Komprimierung zum Einsatz, die vor allem lange Texte in VARCHAR-Feldern besser komprimieren soll.
Trotz des Versionssprungs und den zahlreichen Verbesserungen gab es keine Änderungen an der Architektur oder Modifikationen, die den Betrieb betreffen. Bestehende Anwender können folglich recht leicht auf die neue Version migrieren. Sämtliche Neuerungen beschreiben ausführlich die Release Notes.



