Mini Mi: HP bringt neues Linux-Netbook

Das Mini Mi 1000 ist auch mit Lionux erhältlicch.

Der Hardware-Hersteller Hewlett-Packard bringt seinen neuen Mini-Laptop mit einem Linux-Betriebssystem. Ungeübte Nutzer möchte HP von vornherein vor Frust bewahren: Die Kommandozeile ist ausgeschaltet.

Ende Oktober bestätigte HP die Gerüchte über eine eigene Linux-Netbook-Variante, nun taucht der erste Laptop mit Namen Mini Mi 1000 HP auf der US-amerikanischen Webseite auf. Das Gerät mit 2 GByte Systemspeicher und Intel-Atom-Prozessor gibt es wahlweise mit 8,9 Zoll- oder 10,1-Zoll-Monitor. Es kostet ab 329,99 US-Dollar, umgerechnet rund 242 Euro. HP beschreibt das Betriebssystem auf der Webseite als “anwenderfreundliche Oberfläche, alles inklusive, auf Basis von Linux”. Die Abkürzung Mi steht für “Mobile Internet”, womit auch klar wird, dass sich der Mini-Laptop nicht nur preislich in die Reihe der so genannten Netbooks einreihen soll.

Mit hauseigenen Linux-Variante, hinter der sich ein Ubuntu verbergen soll, verspricht der Hersteller dem Anwender “alles, was du willst mit nur einem Klick“ und zählt die üblichen Bestandteile E-Mail, Internet, Fotos, Musik und Video auf. In der Grundausstattung gleichfalls mit dabei sind WLAN, Lautsprecher und Webcam. Erfahrene Linux-Anwender werden allerdings über den darauf folgenden Hinweis staunen: Die Kommandozeile ist abgeschaltet.

Das Mini Mi 1000 ist auch mit Lionux erhältlicch.

Das Mini Mi 1000 ist auch mit Lionux erhältlicch.

Bereits darüber gestolpert ist die Entwicklerin und Buchautorin Erica Sadun, die daraufhin bei HP nach dem Grund fragte. Jonathan Kaye, zuständig bei HP für Notebooks, lieferte die Antwort: „HP hat das HP Mini 1000 mit Mi für den Massenmarkt entwickelt, der ein umfassendes mobiles Internet-Erlebnis will und nicht nur einen Linux-Computer. Weil dies HPs erstes Produkt mit einer eigens angepassten Oberfläche auf Basis von Linux ist, ist HP offen für Rückmeldungen von Kunden.“

In Deutschland wirbt HP bislang nur für den HP Mini 1000 mit Windows XP in einer Designer-Variante für 599 Euro. Ob die Linux-Variante auch in Deutschland erhältlich sein wird, war noch nicht zu erfahren.

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