Die neue stabile Version 1.72.0 der Programmiersprache Rust beseitigt unter anderem ein Limit bei der Const-Evaluierung.
In früheren Versionen von Rust gab es eine Beschränkung der Evaluierung von Konstanten beim Kompilieren. Das sollte verhindern, dass die Auswertung von benutzerdefinierten Konstanten in eine Endlosschleife gerät oder anderweitig unendlich viel Zeit in Anspruch nimmt, teilen die Entwickler mit. Allerdings habe man festgestellt, dass kreativer Rust-Code an diese Grenzen stoßen und einen Compilerfehler erzeugen könne, heißt es in der Ankündigung. Und es seien auch noch schlimmere Auswirkungen denkbar, weil das Erreichen des Limits je nach den vom Benutzer aufgerufenen Bibliotheken stark variiere. Es könne dann sogar vorkommen, das eine Bibliothek eine Anweisung in zwei Teile aufspalte und damit das Kompilieren von Code unmöglich mache. Dieses Limit entfällt nun.
Jetzt könnten Entwickler eine unbegrenzte Anzahl von Konst-Evaluierungen zur Kompilierzeit durchführen, heißt es weiter. Um lange Kompilierungen ohne Rückmeldung zu vermeiden, werde der Compiler immer eine Meldung ausgeben, nachdem der Code zur Kompilierzeit eine Weile gelaufen sei, und diese Meldung nach einer Zeitspanne wiederholen, die sich dann jedes Mal verdopple.
In der Ankündigung sind weitere Neuerungen aufgeführt und die Downloads verlinkt.



