
Die Franzosen Florian Fanelli (links) und Xavier Carcelle stellten Faifa vor, ein Tool für PLC-Monitoring auf OSI-Level 1 und 2.
Für Netzwerke über das Stromkabel, sprich Powerline Communication (PLC), zeigten auf dem 25c3 zwei Franzosen ihre Software Faifa für Geräte des Herstellers Intellon.
Gleichzeitig machten die beiden Entwickler die Software quelloffen. Faifa ermöglicht das Monitoring der modulierten Signale auf Ebene 1 und 2 des OSI-Modells und kann auf den RAM des PLC-Chips zugreifen. Die Geräte des Herstellers Intellon und dessen Chips 6000 und 6300 arbeiten mit der Software zusammen. Für das gerade erst entstandene Projekt wünschen sie sich Tester für die verschiedenen Firmware-Versionen. Die Projektseite enthält bislang ausschließlich den Sourcecode (SVN). Die Referenten, beide aus der Telekomunikationstechnik, sind vergangenes Jahr auf dem 24c3 auf die Idee gekommen, sagten sie zu Linux-Magazin Online. Florian Fainelli ist Mitentwickler für WLAN-Chips und trägt zur Kernelentwicklung bei. Xavier Carcelle arbeitet für den französischen Elektrizitätsanbieter EDF in der Abteilung Forschung und Entwicklung und Autor eines Buches über Powerline Communication.

Die Franzosen Florian Fanelli (links) und Xavier Carcelle stellten Faifa vor, ein Tool für PLC-Monitoring auf OSI-Level 1 und 2.
Powerline Communication ermöglicht ein LAN über das Haus-Stromnetz, indem ein Gerät Datensignale auf die Stromleitungen moduliert. Einen entsprechenden Standard bringt die Unternehmens-Allianz Homeplug Powerline Alliance voran, zu der zum Beispiel Intel, Cisco und Motorola gehören. Die Allianz hat im Jahr 2000 die Homeplug-Spezifikation 1.0 erstellt, die Übertragungen mit bis zu 14 MBits/s ermöglicht. Auf der Cebit 2005 stellte sie die aktualisierte Fassung Homeplug AV vor, die die theoretische Datenübertragungsrate auf 200 MBits/s erhöht. Seit 2005 gibt es auch die entsprechende IEEE-Arbeitsgruppe 1901. Mitte Dezember 2008 legte sie den Grundstein eines zukünftigen IEEE-Standards.
Kritiker der Stromnetz-Datenübertragung wenden ein, dass sich die modulierten Funkwellen ungehindert im Haus ausbreiten und den Kurzwellenempfang – zum Beispiel Radio – stören sollen (TFA-Störstrahlung).



