Mit Version 8.3 des zu Red Hat Enterprise Linux (RHEL) binärkompatiblen AlmaLinux gilt die CentOS-Alternative als produktionsreif. Die Führung des AlmaLinux OS übernimmt eine Stiftung.
Nach der Ansage von Red Hat, CentOS zum Upstream für Red Hat Enterprise Linux zu machen, statt es wie bisher als stabile Ausgabe ohne Red-Hat-Branding laufen zu lassen, haben viele Nutzer empört reagiert und es regten sich Bestrebungen nach Alternativen. Das von CloudLinux vorangetriebene AlmaLinux OS ist eine davon. Mit Version 8.3 können de Macher nun eine finale Version vorlegen, die auf Red Hat Enterprise Linux 8.x basiert. CloudLinux hat gleichzeitig angekündigt, dass die Leitung des Projekts an eine Non-Profit-Organisation gegeben wird. CloudLinux will sich mit einem jährlichen Beitrag von einer Million US-Dollar am Projekt beteiligen.
Ernannt wurden für die Führungsaufgaben Jack Aboutboul als Community-Manager von AlmaLinux. Er bringe über 20 Jahre Erfahrung in Open-Source-Communities mit, fast 10 Jahre davon habe er als Community-Ingenieur am Fedora-Projekt gearbeitet Fedora, angestellt war er zu der Zeit bei Red Hat.Daneben sind auch fünf Mitglieder des Verwaltungsrats der AlmaLinux OS Foundation ernannt worden, darunter neben Aboutboul auch Open-Source-Advocat Simon Phipps auch der CEO von CloudLinux, Igor Seletskiy sowie Eugene Zamriy, Release-Engineer bei CloudLinux. Zwei weitere Sitze sollen von der Communty besetzt werden.
AlmaLinux liegt als Sourcecode bei Github. Zudem gibt es auf der Projektseite ein Wiki. ISO-Dateien gibt es ebenfalls auf der Projektseite zum Download.



