Von der ersten Seite der DVD startet diesen Monat das brandneue Ubuntu 20.10, die andere Seite bietet unter anderem Vorträge von der OpenSuse+LibreOffice Conference 2020, Tools zur Analyse von Containern und vieles mehr.
Neben dem normalen Linux-Magazin ohne Datenträger gibt es die DELUG-Ausgabe mit Monats-DVD, bei der die Redaktion den Datenträger nach einem speziellen Konzept zusammenstellt: In einer Art modularem System enthält er Programme und Tools, die die jeweilige Magazin-Ausgabe testet und bespricht. Zudem gibt es nicht im Heft abgehandelte Software, die die Redaktion besonders empfiehlt, alles gebündelt unter einer HTML-Oberfläche.
Seite A: Ubuntu 20.10
Wer sein System von der Seite A der DELUG-DVD bootet, landet in einem Live-System mit der Desktop-Fassung von Ubuntu 20.10 (Abbildung 1). Die punktet gegenüber der Vorversion vor allem mit aktualisierten Software-Paketen. So arbeitet im Hintergrund der Linux-Kernel 5.3, Büroaufgaben erledigt LibreOffice 7.0.2. Die biometrische Identifikation nun funktioniert auf mehr Systemen, zudem läuft Ubuntu 20.10 besser auf sogenannten 2-in-1-Geräten wie dem Dell XPS 2-in-1.

Abbildung 1: Ubuntu 20.10 setzt auf Gnome 3.38 als Desktop-Umgebung. In der Aktivitäten-Ansicht lassen sich die Symbole per Maus an andere Positionen schieben.
20 Stunden Videos
Wer die Silberscheibe umdreht und mit dem Browser darauf zugreift, landet im HTML-Menü mit zahlreichen weiteren Inhalten. Gleich als Erstes stechen die Vorträge von der OpenSuse+LibreOffice Conference 2020 heraus, die sich nicht nur um die Distribution und das Office-Paket drehen. So erklärt etwa Ben Cotton den Release-Prozess von Fedora, während Patrick Fitzgerald die Datenbank Firebird vorstellt. Andreas Tello setzt mit Kurento einen Videokonferenzdienst auf, und Estu Fardani beschäftigte sich mit Podman auf Kubernetes-Clustern. Die DVD enthält alle 44 vom OpenSuse-Team veröffentlichten Vorträge mit einer Gesamtlaufzeit von über 20 Stunden.
Container-Security
Des Weiteren sind gleich vier Tools an Bord, die sich darauf spezialisieren, Schwachstellen in einer Container-Umgebung aufzudecken. Im einzelnen klopfen Amicontained, Break out the Box, Clair und Docker Bench die Container samt der Infrastruktur auf bekannte Probleme und Sicherheitslücken ab.
Wer viele Online-Dienste nutzt, der muss sich zahlreiche Passwörter merken. Dabei helfen Passwortmanager. Die DVD stellt dafür Buttercup, KeePassXC, Pasaffe und PasswordSafe zur Wahl; die Bitparade erklärt die Vor- und Nachteile der vier Kandidaten.
Mit Pulumi notieren Admins, Entwickler und DevOps die von ihnen benötigte Cloud-Infrastruktur in Javascript, Typescript, Python, Go oder einer .NET-Sprache. Auf Basis dieser Beschreibung richtet das Tool dann automatisch die benötigten Dienste ein.
Wem all das nicht ausreicht, der debuggt seine Programme mit GDB 10.1, rettet Systeme mit GParted Live (Abbildung 2), probiert die neuen Funktionen der Javascript-Runtime Node.js 15.1 aus, entwickelt Java-Anwendungen mit dem Spring-Framework 5.3 oder vertieft sich in Software zu weiteren Artikeln dieses Hefts. (kki)







