Aus Linux-Magazin 11/2020

In eigener Sache: DELUG-DVD

© Computec Media GmbH

Von der ersten Seite der DVD bootet das aktuelle Manjaro 20.1, die andere Seite beherbergt unter anderem OpenJDK 15, Linux from Scratch, Software zum Konstruieren und Drucken von 3D-Modellen sowie vieles mehr.

Neben dem normalen Linux-Magazin ohne Datenträger gibt es die DELUG-Ausgabe mit Monats-DVD. Die stellt die Redaktion nach einem speziellen Konzept zusammen: In einer Art modularen System enthält sie Programme und Tools, welche die jeweilige Magazin-Ausgabe testet und bespricht. Zudem gibt es nicht im Heft abgehandelte Software, die die Redaktion besonders empfiehlt, alles gebündelt unter einer HTML-Oberfläche.

Seite A: Manjaro

Von der Seite A der DELUG-DVD bootet auf 64-Bit-Systemen das aktuelle Manjaro 20.1 mit XFCE-Desktop (Abbildung 1). Letzterer meldet sich in Version 4.14, seine Optik bestimmt das Matcha-Theme. Der überarbeitete Paketmanager Pamac arbeitet schneller und unterstützt reguläre Ausdrücke besser. Die Bildschirmeinstellungen speichert Manjaro erstmals in Profilen, die sich jederzeit schnell wiederherstellen lassen. Das hilft vor allem auf Laptops, die am Arbeitsplatz und im Homeoffice an unterschiedlichen Bildschirmen hängen.

LFS 10 und MX Linux

Wer die Silberscheibe umdreht und mit dem Browser darauf zugreift, stößt auf ein HTML-Menü mit zahlreichen weiteren Inhalten. Unter anderem erklärt das E-Book “Linux from Scratch” den Weg zur eigenen Linux-Distribution. Das dabei entstehende System erweitert “Beyond Linux from Scratch” bei Bedarf um bis zu 1000 weitere Pakete. Beide E-Books liegen in der aktuellen Version 10.0 vor.

Abbildung 1: Neuerdings erkennt Manjaro 20.1 einen zuvor angeschlossenen Monitor wieder und aktiviert dann automatisch das passende Profil.

Abbildung 1: Neuerdings erkennt Manjaro 20.1 einen zuvor angeschlossenen Monitor wieder und aktiviert dann automatisch das passende Profil.

Wer hingegen einen sofort startbereiten, mittelgewichtigen Linux-Desktop sucht, greift am besten zu MX Linux 19.2 mit XFCE (Abbildung 2).

3D-Druck und Java

Des Weiteren warten zahlreiche Anwendungen für die Konstruktion und den Druck von 3D-Modellen auf den Anwender. Dazu gehören unter anderem die CAD-Programme FreeCAD und OpenSCAD. Spezialisten mit 3D-Erfahrung greifen beim Modellieren stattdessen zu Blender 2.90. Die mit den Programmen entworfenen Modelle bereiten dann Slicer wie Prusa Slic3r und Ultimaker Cura für den 3D-Druck auf. Für ausgewählte 3D-Drucker hält die DVD zudem aktuelle Firmware von Prusa und Marlin bereit. Die Raspberry-Pi-Distribution Octopi enthält als namensgebende Komponente Octoprint, eine Kombination aus Slicer und Firmware.

Abbildung 2: MX Linux 19.2 basiert auf Debian und nutzt dessen Kernel 4.19.

Abbildung 2: MX Linux 19.2 basiert auf Debian und nutzt dessen Kernel 4.19.

Programmierer probieren mit OpenJDK 15 die aktuelle Version der Programmiersprache Java aus, die unter anderem Änderungen an den Klassen mitbringt. Wem das alles nicht genügt, der überwacht mit Htop 3 die momentan laufenden Prozesse, synchronisiert mit Nextcloud und zwei Android-Apps seinen Kalender, lädt mit ClipGrab und Youtube-dl Videos von Youtube herunter, steuert Container mit der Docker-Alternative LXD 4.5 oder vertieft sich in Software zu weiteren Artikeln des Hefts. (kki)

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