Gaia-X: Gründungsurkunde unterzeichnet

Die verteilte europäische Dateninfrastruktur Gaia-X hat einen wichtigen Schritt getan. Gestern haben die 22 Gründungsmitglieder eine Gründungsurkunde unterzeichnet, um das Projekt in einen gemeinnützigen Verein zu überführen.

Formell abgeschlossen sei der Gründungsprozess damit noch nicht, aber die Gründungsurkunde [PDF] sei ein “wichtiger Schritt hin zu einer souveränen europäischen digitalen Infrastruktur”. So jedenfalls steht es in der Ankündigung aus Brüssel. Die Gaia-X AISBL (Association Internationale Sans But Lucratif) folgt belgischem Recht und lädt nun bereits “nationale und multinationale, europäische und außereuropäische Unternehmen sowie Partner aus Wissenschaft und Politik, die europäische Standards und Werte teilen” ein, bei Gaia-X mitzumachen.

Mitte November 2020 soll bereits ein erster Gaia-X-Summit stattfinden, daneben muss der frisch gebackene Verein noch die Hauptgeschäftsstelle in Brüssel einrichten und Organisationsstrukturen aufbauen. Ziel sei es, technische Lösungen und Standards für “ganz Europa” zu entwickeln, wobei Vertrauen, Wissensaustausch und Transparenz im Vordergrund stehen. Beteiligt an dem Projekt sind verschiedene europäische Unternehmen, darunter viele deutsche wie BMW, Bosch, DE-CIX, die Deutsche Telekom, SAP und Siemens.

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