Für den unter Linux beliebten Bittorrent-Client Transmission gibt es nach gut zwei Jahren ein größeres Update. Transmission 3.00 bringt Änderungen an den Clients (QT und GTK+) mit, aber auch unter der Haube.
Neuigkeiten gibt es zu Beispiel in Sachen Security: So bringt Transmission 3.0 Support für Mbedtls (früher Polar SSL), Wolf SSL (früh Cya SSL) sowie Libre SSL mit. Zugleich funktionieren jetzt Builds gegen Open SSL ab Version 1.1.0. Verdächtige Pfadübergaben lehnt Transmission nicht mehr ab, sondern ändert die Pfade so, dass sie ohne Risiken funktionieren. Daneben bricht die Software Handshakes ab, wenn das Vereinbaren von Shared Secrets für verteilte Hashtabellen nicht klappt. Bislang kam es dabei zu Abstürzen. Auch begrenzt Transmission die Authentifizierungsversuche für Embedded Webserver auf 100, um Brute-Force-Angriffe zu verhindern.
IPv6-Support verbessert
Weitere Änderungen betreffen den IPv6-Support. Der RPC-Server von Transmission kommt nun auch mit der neuen Version des Internet Protokolls zurecht. Zudem klappt der Umgang mit ToS (Type of Service) für IPv6 besser. Transmission 3.00 unterstützt TCP Fastopen, weshalb die Software TCP-Verbindungen etwas schneller handhabt. Die Blocklisten lassen sich nun auch in der für Netzwerke gängigen CIDR-Notation anlegen. Neu ist zudem eine Session-ID im temporären Verzeichnis, an der Transmission erkennt, ob eine Sitzung lokal oder remote ist. Die ID wird als Antwort auf ein “session-get” zurückgeliefert.
Auf Linux-Systemen verwendet Transmissions Daemon nun die Bibliothek “libsystemd” anstatt wie bislang “libsystemd-daemon”. Zugleich erlaubt “transmission-daemon.service” keine Privilege Escaltion mehr. Nicht zuletzt haben die Entwickler insgesamt verschiedene Speicherlecks sowie einige potenzielle Auslöser für Abstürze beseitigt. Erstere konnten unter anderem beim Laden von Magnet-Dateien auftreten oder beim Beenden einer Sitzung. Zu Abstürzen kam es, wenn Transmission die Tracker in der Announcement-Phase zu wechseln versuchte. Herunterladen lässt sich die Version 3 der Software über die Paketsysteme der Distributionen. So steht zum Beispiel ein externes PPA für Ubuntu bereit, für Debian ist die neue Version noch nicht paketiert. Der Quellcode steht aber auch auf Github bereit.




