Jonathan Carter wird Debian Project Leader 2020

Mit Debian 12.11 hat das Projekt ein weiteres Point-Release für Debian 12 alias Bookworm veröffentlicht.

Jonathan ‘highvoltage’ Carter ist Debians neu gewählter Project Leader. Das ergab die Stimmauszählung der 2020er-Wahl, die wie immer nach der Condorcet-Methode ablief.

Alle statistischen Details zu den Ergebnissen der aktuellen Wahl liefert dieser Überblick. Der 38-jährige Jonathan Carter erhielt bei der Wahl mehr Stimmen als Sruthi Chandran und Brian Gupta. Er hatte sich bereits im letzten Jahr zur Wahl gestellt, hatte da aber gegen Entwickler Sam Hartman verloren.

Carter Bewerbungsrede lässt sich im Archiv der Mailingliste nachlesen. Generell möchte der Entwickler neben berechtigter Kritik innerhalb des Projekts die positiven Aspekte stärker hervorheben. Die Erfolge von Debian zu feiern, komme laut Carter zu kurz.

Drei Ziele

Daneben verfolgt Carter drei weitere Hauptziele für seine einjährige Amtszeit. Zunächst mal wünscht sich eine Rückkehr zu mehr Normalität: also weniger Drama und mehr Konzentration auf das Wesentliche.

Er möchte zudem eine Failure-Kultur einführen und Menschen mit Ideen sowie Experimente stärker unterstützen. Denn auch wenn diese womöglich scheitern, lasse sich auch aus diesen Erfahrungen etwas lernen.

Nicht zuletzt möchte Carter die Partizipationsmöglichkeiten der weltweit verstreuten Debian-Community verbessern. Denn: Nicht alle Debianer können sich einen Besuch der Debconf leisten. Nicht alle haben eine Debian Usergroup in der Nähe. Wegen Covid-19, aber auch um generell die Emissionen beim Reisen zu senken, seien neue Wege der Kommunikation nötig.

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