Nach langer Anlaufphase hat es die freie VPN-Lösung Wireguard geschafft, in den Linux-Kernel aufgenommen zu werden. Die Aufnahme in den Mainline-Kernel markiert Donenfeld mit der Vergabe der Versionsnummer 1.0.0 an Wireguard.
In den vergangenen Wochen seien Entwicklung und Stabilisierung der Software gut vorangegangen, es habe auch ein schnelles Security-Audit gegeben, teilt Donenfeld mit. Zu den Gratulanten auf der Mailingliste zählt auch Greg Kroah-Hartman. Der Kernel-Maintainer hatte sich schon frühzeitig für Wireguard stark gemacht.
Mit der Aufnahme in den Kernel lande man nun gleich in den stets aktuellen Distributionen wie Arch, Gentoo und Fedora 32, schreibt Donenfeld. Die Zahl der Distributionen mit der VPN-Lösung an Bord werde dann sukzessive wachsen, wenn Kernel ab Version 5.6 sich weiter verbreiten.
Unterdessen gehe die Pflege der Wireguard-Linux-Repos für ältere Kernel weiter, so Donenfeld. Es gebe Backports zu Ubuntu 20.04 über den Wireguard-Linux-Compat-Layer und auch einen echten Backport für Debian Buster über den Kernel 5.5y. Auch ein Backport für den Kernel 5.4 LTS sei vorhanden.
Den Weg von Wireguard in den Kernel beschreibt die Meldung zum Linux-Kernel 5.6.



