Isomorphic Git ist eine in Javascript geschriebene Git-Variante, die clientseitig im Browser läuft und serverseitig auf Nodejs. Nun gibt es sie in Version 1.0.
Zentrale Funktionen von Git unterstützt Isomorphic Git (IG) bereits. Für Version 1.0 kündigen die Entwickler weitere interessante Neuerungen und Optimierungen an. Dazu gehört eine bessere IDE-Integration. Anhand eines Vorher/Nachher-Bildes zeigt die Ankündigung, wie Visual Studio Code Isomorphic Git neuerdings integriert. Auch am Typescript-Support haben die Entwickler geschraubt.
Gute Standards
Schlechte Standardoptionen wurden laut Ankündigung gegen bessere ausgetauscht. So überschreibt die “init()”-Funktion keine existierenden Config-Files mehr. Die “checkout()”-Funktion warnt vor Konflikten anstatt Dateien einfach zu überschreiben. Die “commit()”-Funktion löscht nicht still und heimlich Submodule. Wohl nicht ganz zu unrecht hielt der Isomorphic-Git-Autor seine bisherigen Defaults für wenig hilfreich.
Daneben hat der Entwickler auch das bisherige Plugin-System wieder abgeschafft und setzt Isomorphic Git inzwischen auf ressourcenschonendere Callbacks. Der neue Code sei nicht nur sicherer, er eröffne Programmierern auch mehr Spielraum. Das API hat der IG-Entwickler zukunftssicherer gemacht.
Steter Wandel
Bisherige Nutzer von Isomorphic Git müssen sich zudem auf ein Breaking Changes einstellen. So hat die Abkehr vom Plugin-System hin zu Funktionsargumenten Folgen. Das “emitter”-Plugin ersetzen nun die Callbacks “onMessage” und “onProgress”, während “onAuth”, “onAuthFailure” und “onAuthSuccess” das Plugin “credentialManager” ablösen. Zahlreiche weitere Details zu den Änderungen in der neuen Version nennt der Blogpost. Er nennt auch Funktionen, die nun neue Namen tragen und zählt entfernte und ergänzte Funktionsparameter auf.
Häufig gelten Major-Releases und insbesondere 1.0er-Versionen in der Software-Entwicklung als Meilensteine und führen eine gewisse Stabilität ein. Ob das auch für Isomorphic Git gilt, muss sich allerdings erst zeigen. Angesichts der zahlreichen vorgestellten Änderungen für die Version 1.0 müssen Anwender und Tester vermutlich auch in Zukunft etwas abenteuerlustig sein.


