Der finnische Entwickler Timo Savola hat auf der Fosdem sein Gate-Projekt vorgestellt. Das erlaubt dank Webassembly Live-Migrationen von Anwendungen zwischen verschiedenen Plattformen und unterstützt aktuell Linux, ARM64 und Android.
Gate soll portable Anwendungen ausführen und es auch erlauben, sicher Code aus unsicheren Quellen auszuführen. Savola arbeitet seit fünf Jahren an dem Programm und ist auf der Fosdem erstmals damit an die Öffentlichkeit gegangen. Er sucht nun Mitstreiter, um das Projekt weiter auszubauen. Gate arbeitet Programmiersprachen-agnostisch und setzt mit Wag auf einen Webassembly-Compiler.

Timo Savola stellte auf der Fosdem 2020 seine neue Software Gate vor.
Das Projekt schien bei der Vorführung schon in einem recht guten Zustand zu sein. Zur Demonstration seiner Software spielte der Entwickler eine Linux-Version von Doom, erzeugte an einer Stelle im Spiel einen Snapshot. Die so entstandene Datei transferierte er auf eine ARM-Plattform, führte sie dort aus und setzte das Spiel fort. Für sein Projekt verwendet Savola Go und einen Webassembly-Compiler, die Runtime für Webassembly ist in C und Assembler geschrieben.
Savola möchte auf diese Weise nicht nur portable Anwendungen erlauben, sondern vor allem auch ein sicheres System erzeugen, um potenziell unsicheren Code auszuführen. Webassembly definiert dazu logische Sandboxes, jedes Programm läuft in einem eigenen OS-Prozess. Die Interprozesskommunikation passiert über Pipes, Seccomp schützt die Syscalls von Linux. Weiterhin nutzt Savolas Lösung sämtliche Namespaces, um das System zu schützen. Mehr Informationen zu Gate liefert ein Blogpost von Savola, der Code wartet auf Github.




