DELUG-Käufer booten diesen Monat das aktuelle Kali Linux 2019.4 von Seite A der Heft-DVD. Die andere Seite bietet ein ausführliches E-Book über GNU Make, 48 spannende Vorträge von der DebConf19, ausgefallene Terminals und einiges mehr.
Neben dem normalen Linux-Magazin ohne Datenträger gibt es die DELUG-Ausgabe mit Monats-DVD, bei der die Redaktion den Datenträger nach einem speziellen Konzept zusammenstellt: In einer Art modularem System enthält er Programme und Tools, die die jeweilige Magazin-Ausgabe testet und bespricht. Zudem gibt es nicht im Heft abgehandelte Software, die die Redaktion besonders empfiehlt, alles gebündelt unter einer HTML-Oberfläche.
Seite A: Kali Linux
Seite A der DVD beherbergt diesmal das aktuelle Kali Linux 2019.4 für 64-Bit-Systeme (Abbildung 1). Die Distribution richtet sich mit ihren zahlreichen vorinstallierten Werkzeugen vor allem an Sicherheitsexperten und Penetration-Tester.

Abbildung 1: Kali Linux 2019.4 bietet einen sogenannten Undercover-Modus, in dem der Desktop die Optik von Windows annimmt – ein gelungener Marketing-Gag.
Wer sein System von der entsprechenden Seite der DVD bootet, landet direkt in einem Live-System mit dem schlanken XFCE-Desktop. Der wiederum offeriert alle Tools nach einem Klick auf das Symbol links oben in der Bildschirmecke. Neu in Kali Linux 2019.4 ist unter anderem die Möglichkeit, die Powershell von Microsoft zu installieren.
DebConf19
Wer die Silberscheibe umdreht und mit dem Browser darauf zugreift, stößt unter anderem auf 48 Videos von der DebConf19. Auf der Konferenz in Brasilien trafen sich zahlreiche Entwickler und Anwender von Debian zum Erfahrungsaustausch. Unter anderem blickt John Maddog Hall auf 50 Jahre Open Source zurück, während sich Matheus Castello Debian-Container für das Cross-Development vorknöpft. Michael Banck wiederum sieht sich die Neuerungen von PostgreSQL in Debian “Buster” an, Steve McIntyre berichtet über den Status von Secure Boot im aktuellen Debian (Spoiler: es ist besser). Die DVD konserviert insgesamt Vorträge mit einer Laufzeit von über 27 Stunden.
E-Book und Ubuntu Server
Des Weiteren wartet ein E-Book über GNU Make auf Leser. Darin zeigen Richard M. Stallman, Roland McGrath und Paul D. Smith auf 176 Seiten nicht nur, wie Nutzer die beliebten Build-Tools bedienen, sondern auch diverse Tipps und Tricks dazu. Im Zentrum steht dabei der Aufbau der Makefiles, die den Übersetzungsprozess steuern.
Ebenfalls an Bord der DVD findet sich die Server-Edition von Ubuntu 18.04.3. Sie eignet sich unter anderem für den Einsatz von Microk8s, einer schlanken Kubernetes-Version für den lokalen Desktop. Die dritte Revision von Ubuntu 18.04 LTS installiert zudem auf Wunsch den Kernel 5.0 und unterstützt so deutlich mehr Hardware als die ursprüngliche Fassung.
Passend zur Bitparade stellt die DVD fünf ausgefallene Terminals zur Wahl. Darunter fallen sowohl Retro-Exemplare als auch hippe Vertreter. Im Einzelnen stehen Alacritty, Byobu, Cool Retro Term (Abbildung 2), Terminator und Terminus bereit. Wem das alles immer noch nicht genügt, der vertieft sich in die Software zu weiteren Artikeln dieses Heftes. (kki)

Abbildung 2: Das Cool Retro Terminal simuliert die Darstellung auf einem uralten Röhrenmonitor.





