Die Stadt Schwäbisch Hall und der Dienstleister Ingres haben die Software hinter dem Ratsinformationssystem der Kommune unter GPLv2 veröffentlicht. Ebenfalls für den Einsatz in der öffentlichen Verwaltung bestimmt ist die Debian-basierte Webserver-Distribution der europäischen Stelle IDABC.
Für die Stadt Schwäbisch Hall hat das European Technology Center (ETC) des Datenbank-Herstellers Ingres eine Alternative für die proprietäre Software zur Verwaltung der Satdtratssitzungen entwickelt. Das neue Ratsinformationssystem basiert auf der freien PHP-Software Mediawiki und verwendet die Datenbank Ingres 2006. Dazu wurde ein Berechtigungssystem für den abgestuften Zugriff auf Sitzungsankündigungen, Beschlüsse, Protokolle und dazugehörige Dateien entwickelt. Die Einbeziehung von W3C-Standards und Anforderungen der Barrierefreiheit soll für die Zukunftssicherheit der webbasierten Anwendung sorgen.
Unter den Bezeichnungen “Board Meeting Information System” und “Ingresboard” ist der Code der Ratsinfo-Fachanwendung nun unter GPLv2 im Europäischen Software-Repository OSOR zum Download verfügbar.
Ebenfalls auf der OSOR-Website möchte die zuständige EU-Stelle IDABC demnächst die Betaversion einer maßgeschneiderten Software-Distribution veröffentlichen. Die Flexible Platform For Internet Services (FPFIS) vereint ein Linux-Betriebssystem mit wichtigen Open-Source-Paketen für Webanwendungen wie Apache, Tomcat, MySQL, Mediawiki PhpBB und Gforge. Für die Blogs der EU-Kommissare kommt WordPress zum Einsatz. Im internen Betrieb verwendet das EU-Rechenzentrum eine Red-Hat-Basis, in der Download-Version soll jedoch Debian Verwendung finden, um rechtlichen Problemen mit Red Hats Markenrechten vorzubeugen.



