Der Fedora-Entwickler Christian Schaller bescheinigt X.org mit der zu erwartenden Fertigstellung von Wayland einen raschen Wechsel in den Wartungsmodus, in dem nur die nötigsten Arbeiten erfolgen.
Christian Schaller macht in seinem Beitrag zur Entstehung von Fedora 31 deutlich, dass es nur noch einige Meilensteine bei Wayland abzuarbeiten gelte, etwa die Entfernung der Abhängigkeiten vom X-Window-System. Eine weitere Baustelle sei die Einbindung der Nvidia-Treiber. Die sei soweit gediehen, dass X-Wayland den Treiber laden könne. Nun warte man auf die Tests von Nvidia und hoffe, dass sich der Hersteller zu einem entsprechenden Update seiner Treiber entschließe.
Weitere zu lösende Punkte seien der Start von von X11-Anwendungen unter dem X-Wayland-Server als Root. Schaller gibt zwar zu, dass es prinzipiell keinen gute Idee ist, Anwendungen als Root laufen zu lassen, erklärt den Schritt aber damit, dass es eben in X11 auch möglich gewesen sei. Durch diesen Schritt helfe man einigen Anwendungen, die nur funktionieren, wenn sie als Root laufen.
Nicht zuletzt arbeite man auch daran, dass X-Wayland nur noch bei Bedarf über eine X-Anwendung gestartet und nach deren Beenden auch wieder beendet werde.
Christian Schaller ist als Fedora-Entwickler bei Red Hat angestellt und sieht Red Hat und sein Team als diejenigen, die sowohl X.org als auch Wayland maßgeblich entwickeln. Aus diesem Grund wage er auch die Prognose, dass sich X.org nach Fertigstellung dieser Arbeiten nur noch in einem Wartungsmodus wiederfinde. Aufgeben werde man X.org aber nicht, da es in Red Hat Enterprise Linux 8 noch zum Einsatz komme. Die Zukunft gehöre aber ganz klar Wayland, schreibt Schaller.



