Bereits seit letztem Jahr stellt Canonical keine Installationsmedien mehr für 32-Bit-Systeme bereit. Auf der Mailingliste der Entwickler hat jetzt der Ubuntu-Release-Manager Steve Langasek angekündigt, die i386-Architektur grundsätzlich nicht mehr zu unterstützen.
Bislang pflegte Canonical noch ein Repository mit 32-Bit-Paketen. Dieses nutzten vor allem Ubuntu-Derivate, die eine 32-Bit-Fassung ihrer Distribution anbieten wollten.
Nach einer Beratung hat das Ubuntu Engineering Team bei Canonical jetzt beschlossen, die Unterstützung für die i386-Architektur komplett einzustellen. Bereits für das im Oktober erwartete Ubuntu 19.10 soll es keine 32-Bit-Pakete mehr geben. Dabei geht es nur um die Bereitstellung von fertigen 32-Bit-Paketen: Wie Steve Langasek betont, sollen 32-Bit-Programme auch auf zukünftigen 64-Bit-Ubuntu-Versionen laufen.
Die Entscheidung bedeutet insbesondere, dass Anwender eines 32-Bit-Systems bei Ubuntu 18.04 oder 18.10 bleiben müssen. Letztgenannte Version unterstützt Canonical allerdings nur noch bis zum 18. Juli 2019, Ubuntu 18.04 hingegen noch bis zum August 2023. Canonical hatte bereits 2018 vorsorglich auf 32-Bit-Systemen das Update von der LTS-Version Ubuntu 18.04 auf die Standardversion 18.10 unterbunden.
Fragen rund um die 32-Bit-Version klärt ein englischsprachiges FAQ.




