100-Papercuts-Projekt für Debian

Mit Debian 12.11 hat das Projekt ein weiteres Point-Release für Debian 12 alias Bookworm veröffentlicht.

Ein 100-Papercuts-Projekt soll helfen, nervige Desktop-Bugs in Debian zu beheben. Auf der Debconf will Entwickler Jonathan Carter das Projekt starten.

Die Idee von Jonathan Carter ist nicht neu: Ubuntus Design-Team startete 2010 ein recht erfolgreiches 100-Papercuts-Projekt, um Bugs auf dem Desktop zu identifizieren und zu reparieren. Papercuts sind kleine Schnitte, die sich Menschen aus Versehen an scharfen Papierkanten zufügen. Im Englischen gibt es die Redewendung “Death by 1000 Papercuts”.

Übertragen auf den Desktop sind Design- und Usability-Bugs gemeint. Wie Jonathan Carter schreibt, meint das solche Bugs, die “gerade nervig genug sind, um zu stören, aber nicht Release-kritisch sind”. Debian will die 100 nervigsten dieser Bugs sammeln und im nächsten Release-Zyklus reparieren. Dafür müsste das Projekt zunächst eine Methode finden, diese Bugs überhaupt zu identifizieren und zu kategorisieren.

Um das Projekt aus der Taufe zu heben, soll daher auf der Debconf 19, die ab Ende Juli in Brasilien stattfindet, eine Birds-of-Feather-Session stattfinden. Kurz davor, am 6. Juli 2019, soll das neue Debian Buster erscheinen, auf das sich die Papercut-Suche dann vermutlich konzentrieren wird.

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