Aus Linux-Magazin 06/2019

In eigener Sache: DELUG-DVD

Egal ob Datenbank-Frontends oder das aktuelle Java: Auch diesen Monat quillt die DELUG-DVD über vor Software. Die erste Seite enthält das brandneue Ubuntu 19.04, die Rückseite bietet weitere Videos von der Fosdem 2019, einen Docker-Container mit Arch Linux, die sichere Distribution Tails 3.13.1 und vieles mehr.

Neben einem normalen Linux-Magazin ohne Datenträger gibt es die DELUG-Ausgabe mit Monats-DVD, bei der die Redaktion den Datenträger nach einem speziellen Konzept zusammenstellt: In einer Art modularem System enthält er Programme und Tools, welche die jeweilige Magazin-Ausgabe testet und bespricht. Zudem gibt es im Heft nicht abgehandelte Software, die die Redaktion besonders empfiehlt, alles gebündelt unter einer HTML-Oberfläche.

Seite A: Ubuntu 19.04

Von der Seite A der DELUG-DVD bootet Ubuntu 19.04 in der Desktop-Fassung für 64-Bit-Systeme. In der “Disco Dingo” getauften Version arbeitet im Hintergrund ein Linux-Kernel aus der aktuellen 5er Reihe. Anwender begrüßt die Desktop-Umgebung Gnome 3.32 (Abbildung 1), die unter anderem noch flotter reagieren soll als die Vorgängerversion.

Abbildung 1: Canonical versorgt Ubuntu 19.04 als Zwischenversion nur bis zum Januar 2020 mit Patches. Neu an Bord ist die Desktop-Suche Tracker.

Abbildung 1: Canonical versorgt Ubuntu 19.04 als Zwischenversion nur bis zum Januar 2020 mit Patches. Neu an Bord ist die Desktop-Suche Tracker.

Mit an Bord sind zudem Libre Office in Version 6.2, Firefox 66 und ab sofort auch standardmäßig die Desktop-Suche Tracker. Wie immer hat Canonical auch die Optik leicht aktualisiert.

Fosdem 2019

Wer die Silberscheibe umdreht und mit dem Browser darauf zugreift, landet im HTML-Menü mit zahlreichen weiteren Inhalten. Dazu zählen zehn Vorträge von der Fosdem 2019, die jene von der letzten DELUG-DVD noch einmal ergänzen. Diesmal beschäftigt sich unter anderem Leon Anavi mit Open-Source-Hardware, während Matthias Lange die Auswirkungen der Prozessorlücken Meltdown und Spectre auf Microkernel-Systeme genauer untersucht.

Arch Linux und Tails

Die Distribution Arch Linux richtet sich aufgrund fehlender grafischer Konfigurationswerkzeuge hingegen eher an fortgeschrittene Anwender. Wer die Installation scheut, kann die Distribution alternativ mit dem Docker-Container von der Heft-DVD ausprobieren. Außerdem wartet die Distribution Tails 3.13.1 auf Anwender (Abbildung 2). Sie fördert das anonyme Arbeiten im Internet, indem sie automatisch alle Verbindungen über das Tor-Netzwerk leitet.

Abbildung 2: Tails 3.13.1 nutzt den Tor-Browser 8.0.8 und Thunderbird 60.5.1.

Abbildung 2: Tails 3.13.1 nutzt den Tor-Browser 8.0.8 und Thunderbird 60.5.1.

Wem das alles nicht reicht, der baut mit Ceph oder Gluster ein eigenes verteiltes Storagesystem, installiert die Virtualisierungslösung O-Virt, programmiert Java-Software mit dem nagelneuen Java Development Kit 12, schaut sich an, wie Dsync die eigenen Dovecot-Mailboxen repliziert, entwickelt schnelle Webanwendungen mit dem Framework Phoenix, erzeugt grafische Frontends für vereinfachte Blicke in seine Datenbanken oder vertieft sich in Software zu weiteren Artikeln dieses Heftes.

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