Neue Arbeitsgruppe will Kubernetes IoT-bereit machen

Eine neue Arbeitsgruppe, die Iot Edge Working Group, soll Kubernetes fit für den IoT- und Edge-Bereich machen. Dazu kooperiert die CNCF mit der Eclipse Foundation.

Neben der Eclipse Foundation und der CNCF machen in der IoT Edge Working Group auch verschiedene Unternehmen (Bosch, Eurotech, Influx Data, Red Hat, Siemens, Vapor IO und VMware) mit.

Laut der Ankündigung kommt Kubernetes zudem bereits in einigen IoT-Setups zum Einsatz. So etwa in einer amerikanischen Restaurantkette, die kleine Kubernetes-Cluster an ihren Filialen verteilt. Dennoch gibt es auch zahlreiche Baustellen, um die sich die Arbeitsgruppe nun kümmern soll.

Baustellen zuhauf

Zu den ungelösten Problemen zählen die Netzanbindung, Verwaltung, Skalierbarkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit. Generell unklar ist auch, wie sich die Compute-Ressourcen näher an die Edge Devices bringen lassen. Bisher gibt es lediglich Insellösungen.

Die neue Arbeitsgruppe, die Red-Hat-Mitarbeiter Dejan Bosanac leitet, will das nun ändern. Die Eclipse Foundation ist mit an Bord, da sie schon seit Jahren stark in IoT-Software investiert und Entwickler und Technologien aus diesem Bereich sammelt (siehe auch Linux-Magazin 04 und 08/2018). Die breite Industriekollaboration in dem Projekt soll die Adoption der dazugehörigen Technik stärken.

Ins Feld gehen

Die Gruppe will sich unter anderem Anwendungsfällen der industriellen IoT (IIoT) widmen, und Millionen von abgespeckten Geräten via IP an eine Kubernetes-basierte Cloud Infrastruktur anbinden. Für Geräte ohne IP will sie entsprechende IoT Gateways schaffen. Sie will zudem Edge Nodes näher an die Geräte im Feld bringen, um Latenzen zu verringern und die Zuverlässigkeit zu erhöhen. Dafür sollen etwa Data-Streaming-Anwendungen auf den Edge-Knoten laufen, die den Traffic zwischen den Geräten und der zentralen Cloud reduzieren.

Serverless-Anwendungen könnten es ermöglichen, Funktionen lokal aufzurufen, ohne die Cloud zu benötigen. Zugleich soll eine gemeinsame Kontrollebene (Control Plane) zwischen Hybridcloud- und Edge-Umgebungen das Verwalten dieser Infrastrukturen vereinfachen.

Wozu überhaupt?

Zunächst will die Arbeitsgruppe allerdings schauen, in welchen Szenarien das Kombinieren von IoT und Kubernetes überhaupt Sinn ergibt. Zu den bislang identifizierten Problemen gehört, dass Kubernetes die Daten von Millionen eingehender Verbindungen bearbeiten und dieser Kubernetes-Layer für eingehende Daten auch andere IoT-Protokolle wie MQTT unterstützen soll. Auch Mandantenfähigkeit ist ein Muss, wenn Nutzer Gateways und Geräte teilen.

Der IoT-Bereich ist in der Aufbauphase. Wer mehr darüber lernen möchte, findet Informationen auf der Community Page. Die bisherigen Fortschritte fasst ein Arbeitspapier zusammen.

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