Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences, bekannt durch die jährliche Oskar-Verleihung, hat mit Unterstützung der Linux Foundation die Academy Software Foundation (ASWF) gegründet. Das Kollaborationsprojekt soll der Filmindustrie ein neutrales Forum für deren Open-Source-Bemühungen bieten.
In der ASWF sollen Entwickler und Unternehmen gemeinsam an Technologien für Bilderstellung, visuelle Effekte, Animation und Ton arbeiten. Ihre Gründung sei das Ergebnis einer zweijährigen Untersuchung des Beirats für Wissenschaft und Technologie der Academy. Sie hat die Nutzung von Open-Source-Software in der Filmindustrie erforscht. Demnach verwenden über 80 Prozent der Industrie bereits offene Software, vor allem für das Erstellen von Animationen und visuellen Effekten.
Laut Ankündigung sorge die weit verbreitete Nutzung jedoch zu oft für unternehmensinterne Silos. Das bedeutet, dass Unternehmen Software intern unabhängig weiterentwickeln oder unterschiedliche Versionen einsetzen. Daneben verwenden sie unterschiedliche Modelle der Lizenzierung und Projektleitung. Die ASWF will dabei helfen, die Probleme zu beheben, um für ein “gesundes Ökosystem” zu sorgen.
Zuerst für VFX Reference Platform
Neben der dafür notwendigen Community-Arbeit über Konferenzen oder einheitliche Mailinglisten, möchte die ASWF zunächst ein Continuous-Integration- und -Buildsystem erstellen. Dieses soll zuerst die VFX Reference Platform abdecken, mehrere Builds davon erstellen und so auch deren Verbreitung vergrößern. Ebenso will man die Konfigurationen von Bau- und Laufzeitumgebungen unterschiedlicher Software im Rahmen des Projektes teilen, um deren Entwicklung besser zusammenzuführen.
Weitere Details will die ASFW auf gestern gestarteten Siggraph-Konferenz vorstellen.





