Die Macher des Ubuntu-Derivats Lubuntu ändern ihre strategische Ausrichtung. So möchte man zwar auch weiterhin ein System entwickeln, das mit wenigen Ressourcen auskommt, der Fokus auf ältere Rechner fällt jedoch weg.
Das verkündeten die Macher in einem entsprechenden Blog-Post auf ihrer Internetseite. Demnach beginne das Problem schon bei der Definition eines alten Computers. Im Lubuntu-Projekt galt bislang die Daumenregel, dass das System auch noch zehn Jahre alte Geräte unterstützen sollte. Diese hätten jedoch mittlerweile auch einen 64-Bit-Prozessor und genügend Leistung, um beispielsweise Kubuntu 18.04.1 flüssig zu betreiben.
Aus diesem Grund habe das Lubuntu-Team beschlossen, den Fokus weg von einer Distribution für ältere Hardware und hin zu einer funktionellen und modularen Distribution zu legen.
Des Weiteren haben die Entwickler fünf Kernziele festgelegt:
- Lubuntu soll moderne, Qt-basierte Technologien und Programme verwenden, um dem Benutzer ein funktionelles wie auch modulares „Erlebnis“ zu bescheren.
- Lubuntu soll eine transparente und offene Distribution bleiben, wobei die Gemeinschaft über die Entwicklung auf dem Laufenden gehalten werden soll.
- Das Lubuntu-Projekt will eine vollständige Dokumentation erstellen und pflegen, die zusammen mit dem Betriebssystem ausgeliefert wird. Diese Dokumentation soll sowohl Einsteiger als auch Experten anleiten, das volle Potenzial von Lubuntu zu nutzen und sie in die weitere Entwicklung einzubinden.
- Lubuntu soll ein Leichtgewicht bleiben, die Nutzer erhalten jedoch die Möglichkeit, größere und funktionsreichere Komponenten einzuspannen.
- Lubuntu soll die Fähigkeit besitzen, in jeder Sprache der Welt genutzt werden zu können. Helfer sollen zudem in der Lage sein, alle Komponenten des Betriebssystems einfach übersetzen zu können.
Die Entwickler weisen explizit darauf hin, dass Lubuntu weiterhin ein schlankes System bleiben wird. Lediglich der primäre Fokus auf ältere Hardware falle weg.





