Youtube im Eigenbau mit Open-Source-Projekt Panda und Amazon EC2

Das Open-Source-Projekt Panda liefert die Software für eine Videoplattform im Eigenbau, zwingend vorausgesetzt werden allerdings die kostenpflichtigen Web-Services von Amazon.

Damit die Video-Software ihren Dienst tut, muss sich der Anwender zunächst für die Rechendienste von Amazon anmelden, nötig sind Amazons “Wolke” namens EC 2 (Elastic Cloud Computing) sowie der Speicherdienst S3 (Simple Storage Service). Über die Web-Services bietet das Unternehmen Speicher und Rechenleistung auf Mietbasis, verbunden mit entsprechenden Softwarepaketen ( Linux-Magazin Online berichtete. Die Software namens Panda ist als Open-Source-Paket kostenlos und bietet alle Dienste wie Hochladen, Transcoding und Streaming, wobei standardmäßig zum Abspielen Flash-Player JW FLV in die Web-Seiten eingebunden wird. Wird Panda über die Amazonwolke eingebunden, kommt die Software vorinstalliert mit Ffmpeg und einer Reihe weiterer Formate wie FLV, H264 für Flash und iPhone. Daten für Video, Encoding, Zugangsdaten und Encoding-Profile werden in der Datenbank SimpleDB abgelegt, die Videodateien in Amazons S3 gespeichert.

In der Beschreibung auf der Projektseite bezeichnen die Entwickler das Einbinden der Videofunktionalitäten dank einer REST-Schnittstelle als “völlig schmerzfrei”, der Zeitaufwand wird etwas vage mit “Stunden” veranschlagt. Die Dokumentation der Schnittstelle steht auf der Projektseite zur Verfügung. Über die REST-API werden die Videos erstellt, bearbeitet und gelöscht, unterstützt werden sowohl YAML- wie XML-Formate. In einem ein separaten Fenster werden die Daten hochgeladen, dann übernimmt ein Encoding-Daemon die Arbeit und kodiert die Daten in dem vorab festgelegten Format. Sobald dies abgeschlossen ist, sendet Panda einen Hinweis an die Applikation, dass das Video nun zur Verfügung steht.

Hinter dem Open-Source-Projekt steht ein britisches Unternehmen namens New Bamboo, spezialisiert auf Software-Entwicklung mit dem Framework Ruby on Rails. Erwartungsgemäß lassen sich denn auch Ruby on Rails Applikationen in Panda einbinden, auf einer eigenen Webseite liefert das Projekt hierzu die Anleitung. Der Quellcode steht unter MIT-Lizenz auf der Plattform Github zum Download bereit.

Die Preise für die Amazon-Dienste richten sich nach der tatsächlich benötigten Rechnerleistung und beginnen bei 10 US-Cent für 1,7 Gigabyte Speicher auf einer 32-Bit-Plattform, abgerechnet wird monatlich. Kennt man den voraussichtlich benötigten Leistungsumfang, lässt sich über ein Webformular die Monatsrechnung kalkulieren.

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