Die Wifi-Allianz hat für 2018 ein Update für Wifi Protected Access (WPA) angekündigt: WPA3 soll auch mit dummen Passwörtern zurecht kommen und öffentliches Wlan besser sichern.
WPA3 dürfte auch eine Antwort auf die jüngsten Krack-Angriffe sein, soll 2018 erscheinen und vier neue Fähigkeiten für private und Unternehmensnetzwerke mitbringen. Zwei der Features sollen dafür sorgen, dass die Sicherheit auch dann besteht, wenn die Nutzer schlechte Passwörter eingeben, und sollen das Konfigurieren von Geräten ohne oder mit einem beschränkten Display vereinfachen. Auch an offene Netzwerke hat die Allianz offenbar gedacht: Hier soll eine individualisierte Datenverschlüsselung helfen.
Gegen Quantenkryptografie
In Sachen Verschlüsselung setzt WPA3 auf die Commercial-National-Security-Algorithmen (CNSA) mit 192-Bit-Schlüsseln. Dabei handelt es sich um eine von der NSA für National Security Systems (NSS) empfohlene Ciphersuite, die auch Sicherheitsanforderungen von Regierungsbehörden und der Industrie vor dem Hintergrund von Quantenkryptografie gerecht werden soll.
Der CNSA-Suite gehören laut einem zugehörigen NSA-Paper verschiedene Algorithmen an. Sie sieht Schlüsselvereinbarungen über RSA (3072 Bit oder mehr), Diffie-Hellman (3072 Bit oder mehr) oder ECDH mit Nist P-384 vor. Digitale Signaturen will sie über RSA und ECDSA mit Nist P-384 abwickeln, SHA-384 zum Sichern der Datenintegrität verwenden, und AES-256 soll die Vertraulichkeit gewährleisten.
WPA3 soll WPA2 allerdings nicht sofort ablösen. Die Allianz will “in absehbarer Zukunft” weiter Geräte mit WPA2 ausliefern. Ob und inwieweit sich bestehende WPA2-Systeme auf WPA3 umrüsten lassen, steht nicht in der offiziellen Ankündigung. Ist dies möglich, müssen am Ende wohl die Gerätehersteller über solche Updates entscheiden.






Bei den meisten WIFI Hardwarelosungen heute dürften – angesichts der angefassten Features und Kryptoalgos – “Updates” per Software / Firmware wahrscheinlich eher ausfallen, denn zumindest die meisten “Konsumenten-“WIFI Chips(ets) haben derlei in Hardware implementiert oder/und sind auf integrierte Hardwareunterstützung bei Kryptofeatures angewiesen. Wie bei WPA zu WPA2 wird in den Chipsets wohl auch diesmal noch über Jahre WPA2 mitgeliefert werden und damit dem Anwender überlassen, ob er bei Bedarf noch WPA2 “zulässt”.
>eine von der NSA für National Security Systems (NSS) empfohlene CiphersuiteNa hoffentlich wird da nicht eine große Hintertür, oder gar ein Hintertor, aufgestoßen.