Erste Alpha für Ubuntu 8.10 (Intrepid Ibex)

Das Ubuntu-Projekt hat den ersten Meilenstein für die nächste Release seiner Linux-Distribution erreicht und die erste Alpha-Version von Ubuntu 8.10 veröffentlicht.

Intrepid Ibex soll die nächste Ubuntu Release heißen, wer es einfacher mag, kann auch Ubuntu 8.10 sagen. Der “unerschrockene Steinbock” soll unter anderem standardmäßig ein verschlüsseltes Verzeichnis anbieten, eine bessere Flash-Integration sowie Antiviren- und Spamschutz mitbringen. Am Samstag kündigte Steve Langasek auf Ubuntus Devel-Announce-Liste die erste Alpha-Version an, das fertige Ubuntu soll im Oktober 2008 erscheinen. Die komplette Roadmap für die neue Version zeigt das Wiki von Ubuntu. Die aktuelle Alpha verwendet frische Debian-Pakete und eine Pre-Release-Version des Kernels 2.6.26. Sie richtet sich an Entwickler und Tester und ist nicht für den Einsatz in produktiven Umgebungen gedacht.

Der Entwicklungsprozess für das neue Ubuntu ist wie immer recht transparent und wurde zum Teil auf dem Ubuntu Developer Summit (UDS) in Prag festgeklopft. Die Blueprints zeigen, welche Features Ubuntu 8.10 an Bord haben soll, welche Priorität die jeweilige Entwicklung erhält und wie weit fortgeschritten sie ist. Durch den offenen Entwicklungsprozess fließen meist nicht alle geplanten Funktionen auch tatsächlich in die Distribution ein und kommen andererseits neue Funktionen bis zum Feature Freeze hinzu.

Für Entwickler und Admins dürfte der geplante VM-Builder interessant werden, der Ubuntu-Images für virtuelle Maschinen erzeugt. Den Benutzer soll eine bessere Unterstützung für 3G-Netzwerke (UMTS, GSM) erwarten, CD-Images von Ubuntu sollen sich mit Hilfe einer Anwendung einfach auf USB-Sticks schreiben lassen. Alexander Sack arbeitet an einer besseren Unterstützung von Flash, wobei die freie Alternative Gnash langfristig das proprietäre Format von Adobe ersetzen soll. Der Server von Ubuntu soll zukünftig auch Viren und Spam erkennen und daher Clamav und Spamassassin nativ unterstützen. Um die Privatsphäre der Benutzer zu schützen, soll ein “~/Private”-Verzeichnis mit Encryptfs-Mountpoint auf dem Rechner verschlüsselte Dateien aufbewahren.

Wer einen Blick auf die Alpha-Versionen riskieren möchte, findet auf den Servern die Images von Ubuntu, Kubuntu und Xubuntu.

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