
Das Datenblatt gibt einen Intel Menlow mit 800 MHz an, die Konsole zeigt, dass der verbaute Prozessor 1,33 GHz leistet
Am Rande der jüngst zu Ende gegangenen Cebit gab es bei Hersteller Gigabyte Einblicke in die kommende Generation mobiler Geräte.
Eine von Prozessorhersteller Intel neu eingeführte Geräteklasse nennt sich MID, das steht für Mobile Internet Device und das handliche Format soll die Lücke zwischen Smartphone und Subnotebook schließen.
Gigabyte hatte vier baugleiche MIDs in den Farben Schwarz und Weiß dabei und auch wenn ein Entwickler vor Ort auf den Prototypen-Status hinwies, reichte es für einen ersten Eindruck.
Rund 300 Gramm wiegt der “M528”, das erste MID von Gigabyte. Laut Datenblatt rechnet im Inneren ein Intel Menlow mit 800 MHz. Ein Blick auf die Konsole zeigt jedoch, dass der verbaute Prozessor 1,33 GHz leistet. Das Display misst 4,8 Zoll und dient auch als Eingabegerät. Es arbeitete sehr genau, wobei der Ablesewinkel gering ist und es bei starker Lichteinstrahlung unangenehm reflektiert. Eine vollständige QWERTY-Tastatur lässt sich unter dem Gehäuse herausziehen. Als Datenspeicher kommen Solid State Disks mit vier oder acht GByte Kapazität zum Einsatz. Der Arbeitsspeicher umfasst 512 MByte. Zur Kommunikation mit der Außenwelt sind WLAN und und ein HSDPA-Modul an Bord. HSDPA bedeutet High Speed Downlink Packet Access und ist die Weiterentwicklung von UMTS. Über diese Technologie lassen sich Daten mit bis zu 7,2 Mbit/s im Download und und 1,2 Mbit/s im Uplink über das Mobilfunknetz übertragen. Die Ausstattung ergänzen zwei Kameras. Der Akku hat eine Kapazität von 3.06 Ah. Über die Laufzeit wollte Gigabyte noch nichts sagen. Was in Sachen Hardware noch im Gerät steckt, wollten wir über ein “lspci” auf der Konsole klären, was der verwendete Kernel mit einer Meldung über eine ganze Menge unbekannte Geräte quittierte, Grafikchip, USB-Controller und Audio-Gerät zählten dazu.

Das Datenblatt gibt einen Intel Menlow mit 800 MHz an, die Konsole zeigt, dass der verbaute Prozessor 1,33 GHz leistet
Als Betriebssystem war ein angepasstes Ubuntu 7.10 Gutsy Gibbon installiert. Dieses verfügte über eine spezielle für den Touchscreen angepasste Oberfläche. Zu den installierten Anwendungen gehören Webbrowser, Office-Anwendungen und mehr. Vier bevorzugte Anwendungen ließen sich durch einen Druck auf den “Smart Key” neben dem Display starten. Unter der grafischen Oberfläche arbeitet eine angepasster Kernel in der Version 2.6.22-14. Der GNU Cross Compiler ist in Version 4.2.1 an Bord.
Der erste Blick auf die Geräte und deren Konsole begeistert. Das MID liegt gut in der Hand und lässt sich einfach und intuitiv bedienen. Obwohl noch nicht alle Funktionen fertiggestellt sind, arbeiten die Geräte sehr fix. Deutlich leichter als aktuelle Winzig-Notebooks und nur wenig schwerer und größer als Smartphones macht die Arbeit mit ihnen Spaß. Sollte nun noch die Akkulaufzeit bereits im Markt befindliche Geräte um Längen schlagen, könnten sie mit ihrem avisierten Preis von um 500 Euro schnell Erfolg haben. Die ersten Geräte am Markt hat Gigabyte gegenüber Linux-Magazin Online für Ende April in Aussicht gestellt.




