Arc soll Programme kürzer machen

Der Unternehmer und Lisp-Enthusiast Paul Graham hat eine erste Version seiner Programmiersprache Arc vorgestellt. Graham lobt vor allem die Kürze von Arc-Quelltext und hat einen Programmiersprachen-Wettbewerb gestartet.

Die Release-Ankündigung bezeichnet Arc als einen neuen Lisp-Dialekt, der zwar noch unfertig sei, aber bereits brauchbar. Derzeit kompiliert Arc-Quelltext nach MzScheme, ebenfalls zur Lisp-Familie gehörig, von dem sich Arc auch Zahlen- und Mathematik-Operation ausleiht.

Graham sieht Arc als eine Sprache für Praktiker, experimentierfreudige Programmierer, die große Gestaltungsfreiheit möchten. Aus diesem Grund sei die Sprache betont “unbürokratisch”.

Vor allem soll sie durch möglichst kurze Quelltext-Dateien und kleine Parse-Bäume glänzen. Das sei schließlich der Sinn einer Hochsprache, betont Paul Graham. Um seinen Worten auch praktische Relevanz zu verleihen, veranstaltet er im Arc-Forum einen kleinen Programmierwettbewerb. Die Aufgabenstellung beschreibt eine Webseite, die ein einfaches Formular verarbeitet. Grahams Arc-Code für die komplette Anwendung sieht wie folgt aus:

(defop said req (aform [w/link (pr "you said: " (arg _ "foo")) (pr "click here")] (input "foo") (submit)))

Die Arc-Challenge, die Herausforderung an die Liebhaber anderer Programmiersprachen, besteht darin, ein noch kürzeres Programm zu schreiben.

Eine Installationsanleitung findet sich auf der Arc-Homepage. Dort gibt es auch ein kleine Einführung in die Arc-Programmierung, die keine Lisp-Kenntnisse voraussetzt. Als Lizenz gilt die Artistic License 2.0 der Perl-Foundation.

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