SCO erklärt erneut Unterlassung

SCO Deutschland will definitiv nicht mehr behaupten, dass "Linux-Software unrechtmäßig erworbenes geistiges Eigentum von SCO enthält".

Dies versichert sowohl die Anwaltskanzlei der SCO Group GmbH wie auch der bisherige SCO-Deutschland-Geschäftsführer Michael Olson gegenüber dem deutschen Prozessgegner Tarent. Der aktuelle Schlagabtausch des deutschen IT-Dienstleisters Tarent mit SCO Deutschland geht auf eine Unterlassungsklage aus dem Jahr 2003 zurück. Das amerikanische Unternehmen SCO hatte seinerzeit einen Rechtsstreit gegen verschiedene Linux- und Unix-Unternehmen begonnen, und diesen auch in Deutschland unter anderem mit Drohgebärden gegen Linux-Anwender im Internet begleitet. Über eine Webseite erklärte die deutsche Tochter in einem Brief an die Partnerunternehmen, dass Linux das geistige Eigentum von Unix verletze und versuchte daraus Lizenzzahlungen abzuleiten. Zahlreiche Linux-Unternehmen und Verbände, darunter der Linuxtag ebenso wie der Dienstleister Tarent, klagten auf Unterlassung. Im Juni 2003 gab sich SCO Deutschland geschlagen und gab entsprechende Unterlassungerklärungen ab. Anfang November 2007 war die umstrittene Webseite allerdings erneut im Internet abrufbar, worauf Tarent umgehend reagierte.

Nach Darstellung von SCOs Anwälten (PDF) war diesmal allerdings nicht die strauchelnde Firma schuld an der neuerlichen Veröffentlichung. Das Schreiben von Michael Olson (PDF) trägt das Datum vom 7. November und kam umgehend nach der Aufforderung durch Tarent. Laut dem Anwaltsschreiben hat den Posten als Geschäftsführer seit 14. November Jane Acheson inne.

“Richtig ist, dass zeitweise bei direkter Eingabe der URL “https://www.sco.de/scosource/letter_to_partners.html” im Webbrowser die englischsprachigen Scosource-Webseiten der Muttergesellschaft (…) zugänglich waren.”, gesteht die Unix-Firma im Schreiben ihrer Anwälte ein. Ursache für die Veröffentlichung der strittigen Webseite sei ein Fehler des Providers im Rahmen einer Softwareumstellung gewesen. Das amerikanische Mutterunternehmen steht derzeit im Insolvenzverfahren und muss sich selbst mit Gegenklagen auseinandersetzen. (Linux-Magazin Online berichtete).

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