Microsoft düpiert Mandriva in Nigeria

Nigerias Classmate-PCs werden nicht unter Mandriva Linux, sondern unter Windows laufen.

Noch vor drei Tagen verkündete Mandriva stolz, dass die von Nigeria georderten 17.000 Classmate-PCs die französische Linux-Distribution mitbringen. Vor zwei Tagen folgte dann die überraschende Wendung: Nigeria bezahlt zwar die Mandriva-Rechner, bügelt dann aber Windows drüber.

In seinem Blog veröffentlichte der sichtlich verägerte Mandriva-CEO François Bancilhon daraufhin einen offenen Brief an Microsofts Steve Ballmer, in dem er seinen Verdacht etwas vage äußert:

“Wow, ich bin beeindruckt, Steve! Was hast Du für die Typen getan, dass sie so plötzlich ihre Meinung ändern? Es ist ziemlich offensichtlich für mich und wird auch für andere offensichtlich sein. Wie nennt man das dort, wo Du lebst? In meiner Heimat gibt es dafür verschiedene Namen, ich bin mir sicher, Du kennst sie,” heißt es im Blog.

Mandriva dürfte der Verlust recht hart treffen: Einerseits verliert die Firma das Geschäft mit dem Support, andererseits hätte sie der Schritt mit ins derzeitige Rennen um die Hoheit über die Schulrechner in den Entwicklungsländern geschickt.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben