Sun holt Dateisystem Lustre ins Haus

Sun Microsystems kauft einen Mehrheitsanteil an der Firma Cluster File Systems und übernimmt damit auch die Rechte an dem Cluster-Dateisystem Lustre.

Mit der Akquisition von Cluster File Systems will Sun seine Position bei Hochleistungsrechnern ausbauen und das hauseigene Betriebssystem Solaris in Kombination mit dem Dateisystem Lustre vermarkten. Das Hochleistungs-Dateisystem Lustre ist auf Tausende von Rechnerknoten und Leistungen im Petabyte-Bereich ausgelegt. Lustre ist von seinen Eigentümern als Open Source-Software unter der GPL freigegeben.

“Diese Akquisition (…) zeigt unser langfristiges Bekenntnis zur Open-Source-Gemeinschaft und unterstreicht unseren Führungsanspruch im High Performance Computing”, sagt John Fowler, Vizepräsident für Systeme bei Sun Microsystems zum Kauf.

Bereits seit Juli gab es Pläne bei Sun, auch Lustre-Server auf seiner Solaris-ZFS-Plattform anzubieten. Mit dem Kauf des Unternehmens hat der Hersteller sich das Wissen ins Haus geholt, um die Speicher-Virtualisierungslösung mit seinem eigenen Betriebssystem zu bündeln. Als weitere Pläne für Lustre nennt Sun den weiteren Ausbau von Lustre für Linux- und Solaris-OS auf verschiedenen Hardware-Plattformen. Peter Braam, Chief Executive Officer CEO von Cluster File Systems, sieht eine gute Basis für die Zusammenarbeit: “Wir haben bereits in mehreren großen Cluster-Projekten zusammengearbeitet, so zum Beispiel beim schnellsten Supercomputer Asiens im Tokyo Tech. Aktuell installieren wir gemeinsam einen 500+TerraFlop und 1.7 PetaByte-Cluster im Texas Advanced Computing Center (TACC).”

Der Kauf soll Anfang Oktober, mit Beginn des zweiten Steuerquartals von Sun abgeschlossen werden. Einzelheiten zum Kauf wurden nicht bekanntgeben, laut der Sun-Verlautbarung soll sich der Kauf nicht auf die Aktiendividende auswirken.

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