Linux für 30.000 PCs an indischen Schulen

Die Electronics Corporation of Tamil Nadu (ELCOT) installiert Suse Linux Enterprise auf 30.000 Desktops und 1880 Server in den Schulen des südindischen Bundesstaates.

ELCOT ist eine Regierungsbehörde für IT-Dienstleistungen in Tamil Nadu, Heimat von mehr als 70 Millionen Menschen. Nach einem Regierungsbeschluß im Januar 2007 hatte die Organisation in einem ersten Schritt die eigene IT-Infrastruktur von Microsoft Windows auf Suse Linux umgestellt. Aus den daraus gesammelten Erfahrungen, hat die Behörde gemeinsam mit Lehrkräften die passenden Open-Source-Applikationen für den Unterrichtsbetrieb zusammengestellt. Die Anwendungen wurden in Kombination mit dem Linux-Betriebssystem auf allen Schul-Rechnern installiert. Die Behörde folgt damit ihrer Ankündigung, alle staatlichen IT-Projekte in Tamil Nadu auf Open-Source-Software umzustellen.

Als Hauptgrund für den Wechsel nannte der Leiter von ELCOT, C. Umashankar in einem Interview Kostengründe. Nun sieht er sich bestätigt: “Wir schätzen, dass wir durch unseren Wechsel zu Linux die Hardwarekosten um beinahe 25 Prozent senken konnten.” Bei Servern gibt er die Ersparnis mit 80 Prozent an. Die Vorteile für die Studenten hält der indische IT-Experte ebenfalls für wichtig. “Es gibt einen anhaltenden Trend zu Linux in Unternehmen, sowohl in Indien wie auch weltweit. Also wird es ein wesentlicher Vorteil im Berufsleben, wenn die Studenten bereits praktische Erfahrung mit Open-Source-Software haben.”

Auf der ELCOT-Webseite findet sich eine “grüne Liste” mit Geräten, die die Behörde für Linux getestet hat und zum Einsatz empfiehlt. Auch der Nachbarstaat Kerala hat einen Wechsel zu freier Software angekündigt.

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