Linux-Technologie für NASA-Raumsonden

Der US-Raumfahrspezialist Honeywell Aerospace setzt die Platform für Network Equipment Linux Edition (PNE-LE) von Wind River für die Entwicklung von neuartigen Computersystemen für Raumsonden ein.

Die Plattform von Wind River dient der Entwicklung von Supercomputern, die im Weltall eigenständig auf die dort auftretenden Umgebungsbedingungen reagieren. Ziel sind Systeme, die selbständig die Fehlertoleranz an Faktoren wie Beschleunigung, Vibrationen, Temperaturwechsel oder elektromagnetische Strahlung anpassen. Die Rechner sollen so in der Lage sein, Entscheidungen situationsbedingt selbst zu treffen ohne die Daten zuerst zur Erde zu schicken. Das entsprechende Projekt der US-Weltraumbehörde NASA nennt sich Space Technology 8 Dependable Multiprocessor. Die erste Mission mit dieser Linux-Technologie an Bord ist für November 2009 geplant.

Die Wind-River-Plattform enthält laut Herstellerangaben eine validierte Linux-Distribution auf Basis von Kernel 2.6, mit der sich Laufzeitdistributionen gerätespezifisch erstellen lassen. Die Eclipse-basierte Entwicklungsumgebung Wind River Workbench ist ebenfalls dabei.

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