DebConf7: Die Zukunft der Debian-Installation

Auf der internationalen Debian-Entwicklertagung Debconf haben sich die Teilnehmer mit der Verbesserung der Systeminstallation beschäftigt.

Frans Pop, Mitglied des Debian-Installer-Teams, sammelte in einem Workshop auf dem Entwicklertreffen in Edinburgh Ideen für den Installer des nächsten Release (Codename “Lenny”). Zusammen mit anderen Konferenzteilnehmern diskutierte er seine Zukunftspläne. Eine bessere Speicherverwaltung soll es ermöglichen, neue Sprachen aufzunehmen. Aktuell bietet der Debian-Installer Unterstützung für 58 verschiedene Sprachen. Geplant ist ebenfalls Unterstützung für IPv6 sowie die Aufnahme neuer Architekturen. Dabei soll vor allem der Support für Intel-basierte MacBooks verbessert werden. Als neue Architektur ist PlayStation 3 geplant.

Durch den Wegfall von Baseconfig im Installer ist es im aktuellen Debian-Release (Etch) nicht möglich, mehrere CDs oder DVDs während der Installation einzubinden. Das in früheren Versionen vorhandene Feature soll seinen Weg zurück in den Installer finden.

Für das GTK-Frontend sind weitere Verbesserungen vorgesehen: Neben kleinen Schönheitskorrekturen soll es per Mausklick schnellen Zugriff auf eine Shell sowie auf die Log-Dateien geben.

Möglicherweise wird der Debian-Installer bald ein weiteres Frontend zur Verfügung stellen: Attilio Fiandrotti entwickelte ein Webfrontend für Cdebconf, das es ermöglichen wird, eine Installation von einem entfernten Rechner aus durchzuführen. Dazu wird auf dem neu zu installierenden Computer ein kleiner Webserver seinen Dienst verrichten und den Zugang per Webbrowser ermöglichen.

Frans Pop sagt abschließend: “Wir haben viele Ideen und Pläne für die Zukunft — was wir davon umsetzen können, hängt davon ab, wie viele Leute Spaß daran haben, den Installer mit uns zusammen zu verbessern.”

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