Erstes Ergebnis beim freien Linux-Treiber für ATI-Chips

Das aufwändige Reverse-Engineering, das fünf Entwickler der Xorg-Community betrieben haben, hat jetzt zur Veröffentlichung eines einfachen Treibers mit 2D-Unterstützung für ATI-Chips geführt. Der Treiber bedient die Chipsätze RV515 und RV530, die in den AMD-/ATI-Grafikkarten X1300 bis X1600 zum Einsatz kommen.

Für die R520- und R580-Chips fehlen die Treiber noch, den Entwicklern fehlt es schlicht an Zeit und Hardware. Die Ergänzung von Treibern für diese Chips steht aber bereits auf dem Fahrplan. Ebenso geplant ist die 3D-Unterstützung für die R500-Serie. Die Grafikspezialisten hoffen, dabei von den Erfahrungen mit der 3D-Engine für R300-Chips zu profitieren.

Die lange Entwicklungszeit für die Treiber sehen die fünf Entwickler durch die mangelnde Unterstützung von AMD bedingt. Der Prozessorhersteller hatte den in Kanada beheimateten Grafikchip-Spezialisten ATI im Juli 2006 für rund 5,4 Milliarden US-Dollar übernommen. AMDs Marketing-Chef Henri Richard hatte im Mai auf dem Red Hat Summit angekündigt, sich verstärkt um Linux-Treiber zu kümmern. Der Ankündigung folgten bisher allerdings keine Taten.

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