Signifikantes Wachstum verspricht der amerikanische Marktforscher IDC in einer soeben veröffentlichten Studie beim Einsatz von virtualisierten Servern in der europäischen Unternehmenslandschaft.
Was in der Großrechner-Welt seine Anfänge nahm, setzt sich nach Meinung der IDC-Analysten rasant auch in der IT-Landschaft jenseits der Mainframes durch. Für die Analyse haben die Marktforscher 102 für die IT verantwortlichen Manager aus europäischen Firmen befragt.
Sieben Prozent der in den Unternehmen eingesetzten Server sind virtuell, ergab die Befragung. Tendenz stark steigend: 69 Prozent der in den letzten 12 Monaten georderten Server sind virtualisiert. Für die kommenden zwölf Monate sagen die Befragten voraus, dass bei der Serverplanung ein Anteil von 49 Prozent an virtuellen Servern dabei sei.
IDC sieht die Vorteile der virtuellen Systeme in der schnelleren Verfügbarkeit und in niedrigeren Kosten. Die Beliebtheit der virtuellen Server schwanke je nach Art des Unternehmens. Besonders beliebt seien sie im Service-Segment, das schnell neue Angebote und Anwendungen realisieren müsse. Linux ist zahlenmäßig bei den virtuellen Systemen Spitzenreiter. Windows folgt knapp dahinter.
Die virtuellen Systeme zeigen bereits Einfluss auf den Verkauf von physikalischen x86-Servern. Waren bislang trotz sinkender Verkäufe immer noch Wachstumsraten von rund 25 Prozent im Jahresvergleich erzielt worden, hat sich im Jahr 2006 diese Zahl drastisch gesenkt. IDC rechnet mit einstelligen Zuwachsraten im Jahresvergleich.
Der virtuelle Server ist von solchen Sorgen frei. Der Umsatz mit virtuellen Servern werde in Westeuropa von 948 Millionen US-Dollar im Jahr 2006 bis auf 5,5 Milliarden im Jahr 2011 ansteigen, prognostiziert IDC.



