Das Berliner Abgeordnetenhaus war heute Schauplatz einer Anhörung zur IT-Strategie des Landes Berlin. Auf Antrag der Grünen-Fraktion diskutierten Parlamentarier und geladene Fachleute den Einsatz von Open-Source-Software und offenen Standards in der öffentlichen Verwaltung.
Thomas Birk, Grünen-Abgeordneter und Mitinitiator der Anhörung, bemängelte die fehlende Umsetzung einer Open-Source-Strategie im Bundesland. Der zuständige Staatssekretär Ulrich Freise begründete das Zögern Berlins mit der komplizierten Verwaltungsstruktur das Landes und finanziellen Beschränkungen.
Professor Bernd Lutterbeck vom Lehrstuhl “Informatik und Gesellschaft” der Technischen Universität Berlin betonte, eine Stadt wie Berlin verschenke ihre wirtschaftliche Zukunft, wenn sie nicht auf offene Standards setze. Lutterbeck, der auch zu den Herausgebern des Open-Source-Jahrbuchs gehört, war von den Grünen als Experte bestellt worden. Die Berliner SPD hatte ihren Parteigenossen Wilhelm Hoegner ins Abgeordnetenhaus eingeladen. Der EDV-Chef der Münchner Stadtverwaltung äußerte sich zufrieden über die Linux-Migration in der bayerischen Landeshauptstadt und deren wirtschaftliche Erfolge.
Für Linux-Magazin Online nahm unser Mitarbeiter Jan Rähm an der Sitzung teil. Lesen Sie seinen ausführlichen Bericht sowie seinen Kommentar.



