Der Suchmaschinenkonzern Google hat heute im Rahmen der MySQL-Konferenz in Santa Clara bekannt gegeben, Verbesserung an der Datenbank MySQL in Form von Patches an die Open-Source-Gemeinschaft zurückzugeben.
Obwohl Google eine Suchmaschine sei und MySQL nichts mit der Suche an sich zu tun hätte, schreibt der Entwickler Mark Callaghan im Google Code Blog, würden doch andere Anwendungen auf der Datenbank aufsetzen. Bei der Arbeit an diesen hätten die Google-Entwickler Änderungen vorgenommen, die vor allem Hochverfügbarkeit und Verwaltung beträfen. Callaghan schreibt weiter, dass Google es sehr begrüßen würde, wenn ein Teil der Änderungen und Verbesserungen auch in die offizielle MySQL-Release aufgenommen würden. Die Patches sind zur Zeit nur für MySQL 4 verfügbar. Versionen für MySQL 5 sollen bald folgen. Welche Änderungen vorgenommen wurden, ist auf der Projektseite bei Google detailliert beschrieben.
Die angepassten Code-Teile können auf code.google.com als Patches heruntergeladen werden. Dort findet sich auch eine Werkzeugsammlung namens google-mysql-tools. Sowohl die Patches als auch die Tools stehen unter der Apache License 2.0, die jedoch inkompatibel zur GPL ist. Mark Callaghan hatte im Blog angekündigt, die Software unter der GPL zu veröffentlichen. Wie der Lizenz-Konflikt gelöst wird, bleibt abzuwarten.



