Red Hat weitet nach fünfzehn Jahren sein Patentversprechen von 2002 aus. Das soll nun für alle Patente des Unternehmens gelten und darüber hinaus gehen.
Das ursprüngliche Versprechen bestand darin, nicht gegen Anbieter vorzugehen, die Red Hats Patente einsetzen. Da man über die Jahre Nachfragen zur Abdeckung des Patentversprechens erhalten habe, wolle die Firma die Bedingungen nun klarer machen und das Versprechen zugleich ausweiten.
Zunächst verspricht Red Hat, nicht gegen Nutzergruppen vorzugehen, die mit Red Hats Patenten versehene freie und offene Software herstellen, verkaufen, benutzen oder anbieten. Das betrifft auch Fälle, in denen ein Anbieter die Software mit anderen Technologien kombiniert, so lange diese im Mittelpunkt steht, erstreckt sich aber nicht auf Hardware. Auch schütze das Versprechen nicht vor Angriffen Dritter.
Das neue Versprechen sei breiter und klarer formuliert als das ursprüngliche und decke nun 99 Prozent der Open-Source-Software ab (vorher laut Red Hat 35 Prozent). Es betreffe inzwischen mehr als 2000 Patente von Red Hat, während der Firma 2002 nur ein paar Patente gehörten. Das Versprechen betrifft sämtliche Software, die Red Hats Patente verwendet und zugleich unter die von der Free Software Foundation oder der Open Source Initiative definierten Lizenzen fällt. Es soll unter anderem dazu ermutigen, Software unter offenen Lizenzen zu veröffentlichen und löst das vorhergehende Versprechen ab.





