
Iris erleichtert das Incident-Management bei Linked-In (Quelle: https://engineering.linkedin.com/blog).
Die Plattform Linked-In hat mit Iris und Oncall zwei Tools unter eine Open-Source-Lizenz gestellt, die bei Dienstausfällen oder anderen Incidents helfen sollen, schnell einen Verantwortlichen zu erreichen.
Fällt bei einem Dienste-Anbieter wie Linked-In ein Dienst oder Feature aus, gilt es, den Fehler so schnell wie möglich zu beheben, damit die Kunden möglichst reibungslos weiterarbeiten können. Dafür leistet sich Linked-In laut einem aktuellen Blogpost ein Bereitschaftsteam, doch nicht immer war dieses in der Vergangenheit zu erreichen. Also sprangen Techniker aus dem Network Operations Center (NOC Engineers) ein, um die Meldungen an das Bereitschaftsteam weiterzugeben.
Das funktioniert in der Praxis allerdings nicht immer gut. Einerseits wissen die NOC-Techniker nicht immer, mit wem sie reden sollen, andererseits stieg die Zahl der Alerts, die der NOC-Techniker allerdings nicht.
2015 führte Linked-In daher eine Software namens Iris ein, benannt nach der griechischen Götterbotin. Mit ihr stellen Firmen bereits im Vorfeld Informationsketten zusammen, die die Software im Falle eines Alerts automatisiert durchläuft. Ist eine Person im ersten Schritt nicht erreichbar, fährt sie mit dem nächsten Schritt fort und kennt dabei die Personen und ihre Rollen im Unternehmen. Dabei kommt das System mit einer Reihe von Kommunikationswegen zurecht, darunter E-Mail, Chat (über Slack), SMS und Telefonanrufe.
Oncall gibt Managern den Überblick, wer gerade auf Abruf bereitsteht und dient zugleich als Tool, um solche Schichten zu verwalten. Dazu bringt es unter anderem einen Kalender mit, der es erlaubt, bestimmte Ereignisse festzulegen. Iris verwendet Oncall als Daten-Basis für die Benachrichtigungskette. Die Software reicht allerdings auch nicht einfach alle von Außen kommenden Meldungen an die Mitarbeiter weiter, sondern versucht, diese selbstständig zu sortieren. Zugleich wird etwa die Priorität gesenkt, wenn Anfragen einen bestimmten Nutzer des Systems überfluten.
Am Ende half es Linked-In vor allem, die Meldungen in Gruppen zu unterteilen und genauer zu unterscheiden, damit die Nutzer des Systems mit der Zahl der Alerts zurecht kommen. Mittlerweile verwaltet Iris hunderte von Incidents am Tag und nimmt einen einzigartigen Platz in Linked-Ins Monitoring- und Alerting-Stack ein. Sowohl Iris als auch Oncall stehen nun unter BSD-2-Clause-Lizenz auch auf Github bereit.





