Pyston-Hauptentwickler verlassen Projekt

Die Hauptentwickler der Python-JIT-Implementierung Pyston haben mit Version 0.6.1 wohl die vorerst letzte Version publiziert. Das Sponsering von Dropbox laufe aus, auch deshalb wolle man sich nun anderen Projekten widmen.

Drei Jahre haben die Entwickler Kevin Modzelewski und Marius Wachtler an Pyston gearbeitet und seien ihrem Ziel näher gekommen, eine hoch-kompatible und zugleich hoch-performante Python-Implementierung zu schaffen. Die nutzt moderne JIT-Techniken und unterstützt nativ diverse C-Python Erweiterungsmodule.

Die letzte Release 0.6.1 laufe auf Python-Standard-Benchmarks 95 Prozent schneller als C-Python. Auf eigenen Web-Workload-Benchmarks seien es noch rund 48 Prozent, auf den Servern von Dropbox 10 Prozent. Die letzte Zahl sei nach Meinung der Entwickler ausbaubar, es gebe noch Raum für Optimierungen.

Dennoch wollen sich Wachtler und Modzelewski nun aus der Pyston-Entwicklung zurückziehen und anderen Projekten zuwenden. Neben dem Wegfall der Finanzierung seien aber auch noch andere Gründe ausschlaggebend gewesen, schreiben die Entwickler. So habe es länger als erwartet gedauert, die Kompatibilität zu gewährleisten, auch die Speicherverwaltung sei ein größeres Problem gewesen, als ursprünglich angenommen. Zudem greife Dropbox für performance-intensiven Code zunehmend auf Go zurück.

Für das Pyston-Projekt müsse der Schritt laut Blogeintrag nicht automatisch das Ende bedeuten. Man überlege, wie sich das Projekt weiterhin nutzen lasse. Teile des Codes könnte man eventuell in C-Python unterbringen, auf dessen Code Pyston zum Teil basiert.

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