Die Macher der auf Ubuntu basierenden Distribution Linux Mint haben eine neue Version veröffentlicht. Im Moment stehen Startmedien mit Cinnamon- und Mate-Desktop-Umgebung bereit. Neben aktualisierter Software gibt es auch einige neue Funktionen.
Die mitgelieferten Anwendungen haben die Entwickler auf den aktuellen Stand gebracht. Als Kernel meldet sich Linux 4.4.0-31. Den Unterbau stellt weiterhin Ubuntu 16.04.
Cinnamon Edition
Cinnamon liegt in der Version 3.2 vor. Diese enthält einen in Python komplett neu entwickelten Screensaver. Er soll insbesondere flotter arbeiten, responsive reagieren und sich einfacher anpassen lassen. Des Weiteren zeigt der Bildschirmschoner auf Laptops den Ladezustand der Batterie. Anwender können zudem die Lautstärke stumm schalten, ohne sich anmelden zu müssen.
Cinnamon 3.2 spielt auf Wunsch einen Sound ab, sobald eine Nachricht aufploppt. Panels können jetzt auch vertikal an einem Bildschirmrand kleben. Optisch verbessert haben die Entwickler zudem die Anzeige von Menüs und Listen. Besitzt das System einen Beschleunigungssensor, den “iio-sensor-proxy” unterstützt, rotiert Cinnamon automatisch beim Drehen des Bildschirms auch den Bildschirminhalt. Des Weiteren unterstützt Cinnamon jetzt den neuen „libinput“ Touchpad- und Eingabetreiber. Bumblebee-Nutzer können mit einem Rechtsklick auf eine Anwendung diese bequem mit Optirun starten. Abschließend kommt anstelle von Banshee jetzt Rythmbox zum Einsatz. Alle weiteren Änderungen listen die entsprechenden Release Notes auf.
Mate Edition
Die Mate-Variante von Linux Mint bringt Mate 1.16 mit. Dessen Neuerungen halten sich in Grenzen: Neben Fehlerkorrekturen und aktualisierten Übersetzungen haben die Entwickler weitere Komponenten auf GTK+3 umgestellt. Dazu zählt unter anderem das Terminal. Sämtliche Änderungen nennen auch hier wieder die Release Notes.
Allgemeine Änderungen
Neuerungen gab es auch bei den X-Anwendungen, die jeder Edition von Linux Mint beiliegen. So bietet der Editor Xed jetzt eine überarbeitete Suchfunktion, die sich in Form einer Leiste am unteren Fensterrand manifestiert. Ruft man den Editor mit Root-Rechten auf, warnt Xed mit einem dicken fetten roten Hinweis. Der Mediaplayer Xplayer schaltet bei mehreren angeschlossenen Bildschirmen nur einen in den Vollbildmodus und die anderen Schwarz. Des Weiteren sind das Rotation- und das Subtitle-Plugin jetzt standardmäßig aktiv. Der Dokumentenbetrachter Xreader bietet ab sofort HiDPI-Unterstützung.
Die Aktualisierungsverwaltung (Update Manager) hat eine zusätzliche Spalte erhalten, in der man die Herkunft der Updates ablesen kann. Kernel-Updates springen zudem deutlicher ins Auge. Installiert man eine neue beziehungsweise zusätzliche Sprache, so holt Linux Mint jetzt automatisch weitere passende Pakete nach, wie etwa Wörterbücher und Schriften. In den Vorversionen musste man diese ergänzenden Pakete noch per Hand einspielen. Das Tool zum Einrichten der Softwarequellen kennt jetzt auch Anycast IP Global Mirrors.
Linux Mint soll es auch zumindest noch in einer Variante mit KDE geben, deren Veröffentlichung allerdings noch aussteht. Die Entwickler unterstützen Linux Mint 18.1 bis zum Jahr 2021.




