Microsoft hat eine erste Preview zur kommenden SQL-Server-Release für Linux veröffentlicht, es gibt bereits Installationspakete und ein Docker-Image.
Der Konzern hat in seinem Blog eine Public Preview des SQL Server angekündigt, den Microsoft auch erstmals für Linux veröffentlicht. Es gibt bereits Installationspakete für Fedora/Red Hat und Ubuntu, die für SLES sollen folgen. Laut Microsoft hätten sich zudem bereits die Hälfte der Fortune-500-Unternehmen für die Private Preview des Servers interessiert.
Auch die SQL-Server-Tools für Windows bieten nun Zugriff auf den SQL-Server für Linux. Entwickler können zudem die SQL Server Extension für Visual Studio Code zusammen mit dem SQL-Server verwenden, unabhängig davon, wo dieser läuft. Auch native Kommandozeilentools für Linux und den SQL-Server kündigt Microsoft an.
Wer einen Blick auf die Preview des SQL-Servers werfen möchte, kann dies unter anderem über ein Docker-Image tun. Das gilt es, zu bauen und auszuführen. Typisch für Microsoft muss der Nutze dabei ein EULA abnicken, anschließend lässt sich der Server über Port 1433 erreichen, allerdings nur über einen speziellen Client.
docker pull microsoft/mssql-server-linux docker run -e 'ACCEPT_EULA=Y' -e 'SA_PASSWORD=<STARKES_PASSWORT>' -p 1433:1433 -d microsoft/mssql-server-linux
Wer die Testdaten auf dem Hostrechner haben möchte, gibt zusätzlich die Option “-v <Host-Verzeichnis>:/var/opt/mssql” mit auf den Weg. Läuft der Container, braucht der Nutzer noch die Software “sqlcmd”, um auf den TCP-Dienst auf Port “1433” zuzugreifen. Diese Software bietet Microsoft als Teil der SQL Server Kommandozeilen-Tools für Linux an, der Zugriff auf die Datenbank erfolgt über
sqlcmd -S <Container-IP> -U SA -P '<STARKES_PASSWORT>'
Wie erste Schritte im Umgang mit der Datenbank aussehen, schildert Microsoft ebenfalls auf seiner Webseite. Im Kurztest ließ sich der Container auf Ubuntu 14.04 zwar starten und lief der Server wie gewünscht auf Port 1433, allerdings ließ sich der Container anschließend weder stoppen noch gewaltsam beenden. Hoffentlich kein Omen für die Qualität der Linux-Integration der Server-Software.





