314 Geräte aus dem Internet-of-Things haben die Prüfer der OECD-Datenschutzvereinigung Global Privacy Enforcement Network (GPEN) auf die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen abgeklopft. Das Ergebnis fällt ernüchternd aus.
Die Organisation for Economic Co-operation and Development. (OECD) hat das Global Privacy Enforcement Network (GPEN) im Jahr 2010 eingerichtet. Ziel der rund 60 internationalen Mitglieder ist es, sich für die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien einzusetzen. Bei dem nun veröffentlichten Test der 314 Geräte standen Fitnesstracker, Heizungsthermostaten, Spielzeug, Smart-TVs und vernetzte Autos auf dem Prüfstand. Aus Deutschland war das Bayerische Landesamt für Datenschutz (BayLDA) an dem Test beteiligt.
Das für die Tester erschreckende Ergebnis lautet: Bei sechs von zehn Geräten wird der Nutzer nicht ausreichend darüber aufgeklärt, was mit seinen persönlichen Daten geschieht, sprich wie sie gesammelt, genutzt oder veröffentlicht werden. Bei 68 Prozent der Geräte ist unklar, wo die Daten gespeichert werden. 72 Prozent der Hersteller nennen den Nutzern keine Möglichkeit, wie sie ihre Daten löschen lassen können. Bei 38 Prozent der Geräte fehlt ein Hinweis auf eine Kontaktmöglichkeit, sollten Nutzer Fragen oder Bedenken hinsichtlich des Datenschutz haben.
Beim Test wurde festgestellt, dass unter den persönlichen Daten Name, Mail-Adresse, Geburtsdatum, Alter, Standortdaten, Adresse, Telefonnummern, Audio- und Fotodateien und Gerätekennungen gespeichert werden. Das BayLDA kommt zum Schluss: „Das Ergebnis unserer Prüfung ist eindeutig: Wer sich smarte Geräte zulegt und diese im Alltag verwendet, ist nicht mehr anonym. Viele Daten lassen einen eindeutigen Rückschluss auf den Nutzer zu.“ Das Bayerische Landesamt hat einen Bericht zur Prüfung (PDF) veröffentlicht. Das GPEN lässt nun durch die nationalen Gerichtsbarkeiten prüfen, ob rechtliche Schritte gegen die Hersteller eingeleitet werden.





