Auch diesen Monat bekommen die DELUG-Käufer die doppelte Datenmenge zum einfachen Preis: Die erste Seite der DVD enthält unter anderem Videos vom Core OS Fest 2016, die zweite Seite drei E-Books, die Einblicke in bekannte Open-Source-Programme geben, das Live-System Backbox Linux 4.6 und vieles mehr.
Neben einem normalen Linux-Magazin ohne Datenträger gibt es die DELUG-Ausgabe mit Monats-DVD, bei der die Redaktion den Datenträger nach einem speziellen Konzept zusammenstellt: In einer Art modularem System enthält er Programme und Tools, die in der jeweiligen Magazin-Ausgabe getestet und besprochen werden. Zudem gibt es nicht im Heft abgehandelte Software, die die Redaktion besonders empfiehlt – alles gebündelt unter einer HTML-Oberfläche.
Seite A: Core OS Fest und Mininet
Wer mit dem Browser auf die Seite A der DELUG-DVD zugreift, erreicht über ein HTML-Menü zunächst die Vorträge des Core OS Fests 2016, das in Berlin stattfand. In den 38 Videos mit über 19 Stunden Laufzeit spricht unter anderem Greg Kroah-Hartman über den Zustand des Kernels, während Lennart Poettering die Sicherheitsfeatures von Systemd vorstellt.
Ebenfalls auf der ersten Seite wartet die Mininet-VM. Mit ihr lässt sich auf einem Einzelrechner schnell ein virtuelles Netzwerk aufbauen – inklusive Switches und Anwendungen. Passend zur Bitparade sind die aktuellen Versionen von Myth-TV, Kodi und OSMC mit von der Partie. Sie verwandeln einen handelsüblichen PC in ein vollwertiges Mediacenter.
Software-Architektur
Wer die Silberscheibe umdreht und mit dem Browser ansteuert, landet in einem weiteren HTML-Menü. Hier stechen die drei E-Books der Reihe “The Architecture of Open Source Applications” hervor (Abbildung 1). In den ersten beiden Bänden geben die Entwickler bekannter Open-Source-Programme Einblick in ihre Arbeit und den Aufbau ihrer Applikationen. Zur Sprache kommen unter anderem Firefox, Nginx und Eclipse. Der dritte Band der Reihe gibt Tipps zur Verbesserung der Softwareperformance. Insgesamt warten über 950 Seiten auf Leser.
Auf der DVD wartet auch Backbox Linux 4.6 in der 64-Bit-Fassung (Abbildung 2). Mit seinen vorinstallierten Tools hilft es Forensikern, Sicherheitsexperten und Penetration-Testern bei der Arbeit. Beim Einsatz des Live-Systems sollten die Nutzer die aktuelle Gesetzeslage beachten.
Floodlight, Sirius und Swagger
Eine weitere virtuelle Maschine hat den Floodlight Open SDN Controller an Bord. Mit ihr lässt sich die SDN-Software unkompliziert ausprobieren. Wer unter Linux einen persönlichen digitalen Assistenten à la Siri vermisst, sollte Sirius testen. Die Version 1.0.1 auf der DVD spannt für ihre Arbeit bekannte Open-Source-Komponenten ein, darunter die Spracherkennungen CMU Sphinx und Kaldi, eine Bilderkennung auf Basis von Open CV und das Frage-und-Antwort-System Open Ephyra.
Wem das alles nicht reicht, der lässt von Swagger (halb-)automatisch eine interaktive Dokumentation für eine beliebige REST-Schnittstelle erzeugen oder vertieft sich in Software zu weiteren Artikeln dieses Heftes.







