NTFS-3G, der GPL-Treiber zum Lesen und Schreiben von NTFS-Partitionen liegt nach einem halben Jahr Beta-Phase nun in der ersten stabilen Version 1.0 vor.
Nach Angaben der Entwickler kann der Treiber nun fast alle Dateioperationen auf NTFS-Partitionen ausführen, Ausnahmen sind lediglich das Ändern der Berechtigungen und des Dateieigentümers.
NTFS ist das Standard-Dateisystem neuerer Windows-Versionen wie Windows XP, Windows Server 2003, Windows 2000 und Windows Vista. Daher bestand schon lange der Wunsch, das Microsoft-Dateisystem von freien Betriebssystemen wie Linux und BSD-Derivaten aus zu lesen und zu beschreiben.
Neben Captive, das sich den Original-Windows-Treiber zunutze macht und dem proprietären NTFS-Treiber der Firma Paragon steht nun ein echter Open-Source-Treiber zur Verfügung.
Die Installation setzt das Userspace-Dateisystem FUSE in Version 2.6 voraus. Auf der Homepage des Projekts steht der Quellcode zur Verfügung, einzelne Entwickler haben bereits Binärpakete geschnürt, beispielsweise RPM-Archive für Red Hat Enterprise Linux 4.



