Rechenzentren als Umweltsünder

Einer Studie der amerikanischen Umweltorganisation  National Resources Defense Council (NRDC) gehören Rechenzentren wegen ihres enormen Stromverbrauchs zu den großen Umweltsündern.

Um den Strombedarf aller US-amerikanischen Rechenzentren zu befriedigen, sind 34 Kraftwerke mit einer Leistung von jeweils 500 Megawatt nötig. Schon bis 2020 müssen 17 weitere derartige Kraftwerke gebaut werden, um den prognostizierten Anstieg des Stromverbrauchs abfangen zu können. Nutzten die Data Center der USA 2013 91 Milliarden Kilowattstunden Strom, werden es  2020 139 Milliarden sein – ein Anstieg um 53 Prozent. Das verursache Millionen Tonnen zusätzliche CO2-Emmissionen.

Ein Ausweg könnte in einer höheren Energieeffizienz bestehen, denn die Rechenzentren verschwenden der Studie zufolge wenigstens 40 Prozent der verbrauchten Energie. Das liegt einerseits an bis zu 30 Prozent eingeschalteten Servern, die aber gar keinen Workload abzuarbeiten haben, oder an Servern mit einem sehr niedrigen Auslastungsgrad (12-18 Prozent). Dieses Problem findet sich vor allem in kleineren Rechenzentren, während die gigantischen Installationen bei Google oder Amazon eine bessere Auslastung erreichen. Würden sich auch die kleineren Rechenzentren an Best Practices orientieren und weniger Strom verschwenden, käme das nicht nur der Umwelt zugute, sondern würde auch Milliarden Dollar Kosten sparen.

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