Linux-Kernel: Bessere Webcam-Unterstützung dank GSPCA
Die Kernel-Entwickler planen, die GSPCA-Treiber in den Kernel 2.6.27 zu integrieren, die eine stattliche Anzahl aktueller Webcams unterstützen.
Das berichtet der US-amerikanische Branchendienst LWN. Damit kommt Linux spätestens ab Kernel 2.6.27 mit den meisten gängigen Webcams auf dem Markt zurecht, ohne dass die Anwender zusätzliche Kernel-Module kompilieren müssen.
Bereits die Integration der UVC-Treiber in die gerade erschienene Version 2.6.26 des Kernels erhöhte die Anzahl der vom Kernel unterstützten Webcams deutlich. Die GSPCA-Treiber decken nun vornehmlich das Spektrum von USB-Webcams ab, wozu häufig auch die in Netbooks integrierten Kameras zählen.
Interessant: Die GSPCA-Treiber stammen von Michel Xhaard, einem französischen Arzt. Im Alleingang programmierte der Mann seit 2003 die Treiber für Hunderte von USB-Webcams. Dem britischen Online-Magazin Inquirer gab er im April letzten Jahres ein lesenswertes Interview (auf Englisch), in dem er über sein Hobby berichtet.
Die Aufnahme der Treiber in den Kernel bringt Anwendern Vorteile, weil sie die Treiber nun nicht mehr von der Webseite des Autors herunterladen und selbst kompilieren müssen. Das wird lästig, wenn Distributionen per Update einen neuen Kernel installieren und der Anwender das Webcam-Modul jedes Mal per Hand neu übersetzen muss. Zwar gibt es mittlerweile Möglichkeiten, diesen Prozess zu automatisieren (etwa KMP in Opensuse), aber die Integration der Treiber in den Kernel ist wesentlich eleganter.





