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Mdadm oder Raid-Tools?

Bisher kamen immer nur die Raid-Tools zum Einsatz. Im Gegensatz zu diesem Paket, das aus mehren Programmen besteht, beherrscht das einzelne Programm »mdadm« alle nötigen Funktionen und kann notfalls auch ohne Konfigurationsdatei Raids anlegen. Welches der beiden das geeignetere Werkzeug ist, hängt vom Einsatzfall ab.

Die wohl interessantesten Features von »mdadm« sind: mit dem Parameter »--monitor« Multiple Devices überwachen und im Fehlerfall eine Mail an den Administrator schicken. Auch lässt sich automatisch ein Programm starten. Zudem liest »mdadm --examine /dev/md X« den Superblock des Raid aus.

Mysterium Raid-Superblock

Der Raid-Superblock wird beim Anlegen eines Multiple Device aus den Informationen der Datei »/etc/raidtab« erzeugt, wenn die Option »persistent-superblock« in dieser Datei auf »1« gesetzt ist. Während des Bootvorgangs sucht der Kernel auf allen angeschlossenen Platten nach diesen Raid-Superblöcken.

Mit den darin enthaltenen Informationen und dem Partitionstyp »0xfd - Linux raid autodetect« kann das System die entsprechenden Multiple Devices anschließend automatisch mounten. Der 4 KByte große Datenblock liegt am Beginn des letzten geraden 64-KByte-Blocks jeder Multiple-Device-Partition, es gehen also maximal 128 KByte der gesamten Kapazität einer Partition für den Superblock verloren.

Listing 3 zeigt den Inhalt des Superblocks, wie ihn der Befehl »mdadm --examine /dev/hda1« ausgibt. In Zeile 13 ist der Gesundheitszustand des Array abzulesen. Mit »no-errors« wird signalisiert, das alles in Ordnung ist. Der Eintrag »dirty« ist kein Grund nervös zu werden - es sind Daten vorhanden, die nur noch nicht geschrieben wurden. Wird das System sauber heruntergefahren, wird daraus »clean«.

Partitionierung der
Raid-Festplatten

Die Partitionierung beider neuer Raid-Platten »hda« und »hdb« sollte identisch sein, hier die Partitionsliste von »hda«:

Device    Boot    Start       End    Blocks   Id  System
/dev/hda1             1        25    200781   fd  Linux raid autodetect
/dev/hda2            26       148    987997+  fd  Linux raid autodetect
/dev/hda3           149       757    4891792+  fd  Linux raid autodetect
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