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Daten auf das Raid kopieren

Fahren Sie das Linux-System in den Singleuser-Modus und mounten »md2« unter »/mnt/system« und »md0« unter »/mnt/boot«. Danach werden die Daten von der Systemplatte »hdc3« nach »/mnt /system« kopiert, beispielsweise mit dem Befehl »find. -xdev | cpio -pm /mnt /system«.

Raid-Level

Linear Mode: Mindestens zwei Festplatten werden virtuell hintereinander gehängt und als virtuelles Laufwerk angesprochen. Ist der Platz auf der ersten Festplatte ausgeschöpft, wird auf der nächsten weitergeschrieben. Dieser Modus schafft weder Redundanz noch erhöht sich die Transferrate gegenüber einer einzelnen Platte. Die Gesamtkapazität entspricht der Summe aller Festplatten.

Raid 0 - Data Striping: Dafür sind zwei oder mehr Festplatten erforderlich. Striping zerlegt die Daten in Blöcke (Chunks) und verteilt sie gleichmäßig auf die Platten, was die Performance erheblich steigert. Auch in diesem Fall ist die Summe der Speicherkapazität über alle Platten nutzbar, Redundanz gibt es allerdings nicht.

Raid 1 - Disk Mirroring, Disk Duplexing: Raid 1 schreibt auf zwei Laufwerken jeweils die gleichen Daten. Durch die Redundanz steht nur die Kapazität der kleineren Festplatte zur Verfügung. Bei Leseoperationen lässt sich die Performance je nach Hardware steigern.

Raid 4 - Data Striping mit Parity Laufwerk: Dieses Verfahren wird selten verwendet, da Raid 5 durch das verteilte Parity Performance-Vorteile hat. Es sind mindestens drei Laufwerke nötig. Eine Festplatte speichert Paritätsinformationen, während die beiden anderen - wie beim Raid 0 - mit Datenhäppchen bestückt werden. Die Performance ist abhängig von der Übertragungsgeschwindigkeit der Parity-Platte, Redundanz ist vorhanden. Die Gesamtspeicherkapazität ist die Summe über alle Laufwerke minus Parity-Platte.

Raid 5 - Data Striping mit verteiltem Parity: Die Datenhäppchen und das Parity werden über mindestens drei Festplatten gleichmäßig verteilt. Fällt eine Platte aus, ist ihr Inhalt aus den Teilen der verbliebenen rekonstruierbar. Die Gesamtspeicherkapazität entspricht der von Raid 4, die Performance ist jedoch höher.

Löschen Sie den Inhalt des Verzeichnisses »/mnt/system/boot«, es dient später als Mountpoint, und kopieren Sie danach alle Einträge, inklusive der symbolischen Links, aus »/boot« nach »/mnt /boot«. Anschließend tauschen Sie in der Datei »/mnt/system/etc/fstab« die Einträge für »/dev/hdc1« gegen »/dev /md0«, »/dev/hda3« gegen »/dev/md2« sowie bei »swap« (immer noch auskommentiert) den Eintrag »/dev/hdc2« gegen »/dev/md1« aus.

Rufen Sie »lilo« auf, um die neue Konfiguration zu übernehmen, und fahren nach einem Neustart das System wieder im Singleuser-Modus hoch. Kontrollieren Sie, ob »md0« und »md2« korrekt gemountet wurden.

Reboot ins Raid

Zum Schluss ist noch »hdc« in das Raid einzubinden. Dazu partitionieren Sie »hdc« wie im Kasten "Partitionierung der Raid-Festplatten" beschrieben. In der Datei »/etc/raidtab« werden die »failed disk«-Einträge auskommentiert und die »raid-disk«-Einträge aktiviert. Die folgenden Kommandos

raidhotadd /dev/md0 /dev/hdc1
raidhotadd /dev/md1 /dev/hdc2
raidhotadd /dev/md2 /dev/hdc3

fügen die drei Partitionen in das Raid ein. Die nächsten Schritte sollten erst folgen, wenn die Platten mit dem Wiederherstellungsprozess fertig sind. Über den Fortgang gibt wieder »cat /proc/mdstat« Auskunft.

Als vorletzten Schritt ändern Sie den Boot-Eintrag in »/etc/lilo.conf« auf »boot=/dev/md0« und fügen die folgende Zeile ein:

raid-boot-extra=/dev/hda,/dev/hdb,/dev/hdc

Mit »lilo« werden die Änderungen übernommen. Anschließend können Sie Swap in »/etc/fstab« wieder aktivieren. Ein spannender Augenblick ist der nächste Reboot - damit sollten Sie aber in jedem Fall warten, bis der Rebuild des Raid abgeschlossen ist.

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